„Zwar bleiben auch dem, der sich zu Gott hält, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr!“ – Psalm 34,20
Dieser Vers stammt aus Psalm 34. David hat diesen Psalm geschrieben, als er auf der Flucht war – verfolgt, voller Angst, in großer Not. Und trotzdem lobt er Gott. Das hat mich tief berührt. David versteckt seine Angst nicht, aber er hält sich an Gott fest. Er weiß: Das Leben mit Gott ist kein Spaziergang – aber es ist ein Weg, der getragen ist. Das gibt mir Hoffnung.
Wenn ich diesen Vers lese, spüre ich, wie sehr Gott sich um mich kümmert. Er verspricht mir nicht, dass alles leicht wird. Aber er verspricht, mich zu befreien. Nicht von allem Leid, aber aus allem – das macht für mich einen riesigen Unterschied. Gott ist nicht fern. Er sieht meine Tränen. Er hört meine Gebete. Und er geht mit mir durch jedes dunkle Tal. Ich darf ihm vertrauen, auch wenn ich nicht alles verstehe.
Auch wenn ich an Gott glaube, bleibe ich nicht verschont. Ich kenne Schmerz, ich kenne Angst, ich kenne dunkle Zeiten. Manchmal habe ich mich gefragt: Warum passiert mir das, wo ich doch glaube und bete? Aber dieser Vers erinnert mich: Leid gehört zum Leben – auch zum Leben mit Gott. Ich bin nicht weniger geliebt, nur weil es mir gerade schlecht geht. Ich bin nicht vergessen. Ich bin gehalten.
Ich versuche, mich im Alltag immer wieder an Gott zu halten. Ich bete, ich lese die Psalmen, weil sie so ehrlich sind. Ich spreche und bete mit Menschen, die mir guttun. Und ich versuche, in kleinen Dingen Gottes Nähe zu sehen: Ein schöner Spaziergang, ein Sonnenstrahl, ein gutes Wort, ein Moment der Ruhe.
Ich lerne, nicht auf das zu schauen, was mir fehlt, sondern auf das, was mich trägt. Es ist nicht immer leicht. Aber ich weiß: Gott wird mich nicht loslassen. Auch wenn der Weg schwer ist, ist er an meiner Seite.
Vielleicht fühlst du dich gerade müde und erschöpft. Vielleicht verstehst du nicht, warum du durch diese schwierige Zeit musst. Ich kenne das. Und ich möchte dir sagen: Du bist nicht allein.
Halt dich an Gott – auch wenn dir alles in dir sagt, dass es keinen Sinn mehr macht. Seine Befreiung kommt. Vielleicht nicht sofort. Vielleicht nicht so, wie du es erwartest. Aber sie kommt. Gott sieht dich. Er kennt deinen Schmerz. Und er geht mit dir – Schritt für Schritt.
Gebet
Herr, ich danke dir, dass du mich nicht vergisst. Auch wenn ich Angst habe oder nicht weiterweiß – du bist da. Du kennst mein Herz. Du siehst meine Tränen. Hilf mir, dir zu vertrauen, auch wenn mein Weg gerade schwer ist. Ich halte mich an dir fest. Befreie mich aus dem, was mich niederdrückt – auf deine Weise, in deiner Zeit. Amen.
Wenn du dich in diesen Zeilen wiederfindest und du gerade jemanden brauchst, der mit dir glaubt, hofft und betet – du bist nicht allein. Schreib mir gern. Gemeinsam ist leichter als allein. 💛
Gottes Segen,
Ulrike



Wundervolle Worte, Ulrike. Vielen lieben Dank
Ein gesegnetes Wochenende und liebe Grüsse aus Wien ❤️