Mit ganzem Herzen auf Gott vertrauen

Vertraue von ganzem Herzen – Gedanken zu Sprüche 3,5
„Vertraue von ganzem Herzen auf den HERRN und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“ – Sprüche 3,5


Sprüche 3 ist ein Kapitel voller Lebensweisheiten. Es ist wie ein liebevoller Brief eines Vaters an sein Kind – voller guter Ratschläge, die helfen sollen, den richtigen Weg im Leben zu finden. Inmitten dieser Ratschläge steht dieser Vers: „Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“
Eine Einladung, unser Leben nicht nur nach Logik und Vernunft zu gestalten, sondern Gott mit einzubeziehen – gerade in den Momenten, in denen wir selbst nicht weiterwissen.


Für mich zeigt dieser Vers, dass Gott vertrauenswürdig ist. Er sieht mehr als ich. Er versteht mehr als ich. Und er meint es gut mit mir – auch dann, wenn ich seine Wege nicht verstehe.
Gott möchte, dass ich mich bei ihm sicher fühle, dass ich ihm mein ganzes Herz anvertraue – nicht nur einen Teil. Er will mich führen, leiten und begleiten.

Ich merke oft, wie sehr ich mich auf meinen eigenen Verstand verlasse. Ich will alles durchdenken, alles verstehen, alles kontrollieren. Aber ich stoße an meine Grenzen. Und dann spüre ich: Mein Verstand reicht nicht aus.
Der Vers erinnert mich daran, dass ich nicht alles alleine schaffen muss. Dass ich loslassen und Gott zu vertrauen kann – auch wenn ich die Lösung noch nicht sehe. Er sieht den ganzen Weg, ich nur den nächsten Schritt.


Ganz praktisch bedeutet das für mich: Ich darf beten, bevor ich Entscheidungen treffe. Ich darf sagen: „Gott, ich weiß nicht, was richtig ist – aber ich vertraue dir.“ Ich darf meine Sorgen, meine Fragen und meine Pläne in seine Hände legen.
Es heißt nicht, dass ich meinen Verstand ausschalten soll. Aber dass ich ihn nicht zum Maß aller Dinge mache. Gott darf größer sein als mein Denken.
In schweren Zeiten erinnere ich mich an diesen Vers und spreche ihn leise vor mich hin. Es ist wie ein Anker für mein Herz: Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn…


Gebet

Herr,
ich will dir vertrauen – auch wenn mein Herz zweifelt und mein Kopf alles verstehen will.
Du siehst weiter als ich.
Du liebst mich.
Du meinst es gut.
Hilf mir, loszulassen.
Hilf mir, dich in allem zu suchen.
Ich will dir mein ganzes Herz geben.
Leite du mich.
Amen.



Vielleicht bist du gerade in einer Zeit, in der du viele Fragen hast. Vielleicht fühlt sich das Leben gerade unsicher oder schwer an. Dann möchte ich dich ermutigen: Du musst nicht alles alleine tragen.
Sprich diesen Vers heute laut aus – oder bete ihn. Und vertraue darauf, dass Gott dich sieht, hört und mit dir geht.
Du darfst loslassen. Und du darfst wissen: Er hält dich.

Von Herzen,
Ulrike

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Nicht aufgeben. Weiterbeten. Danken.

„Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen und vergesst dabei nicht, Gott zu danken.“ – Kolosser 4,2

Es gibt Tage, an denen mir das Beten leichtfällt. Da sprudeln die Worte nur so heraus, da spüre ich Gottes Nähe, da ist mein Herz voll Dankbarkeit. Aber es gibt auch die anderen Tage. Die, an denen ich müde bin. An denen Sorgen mich erdrücken. An denen ich mich frage, ob mein Gebet überhaupt etwas verändert. Und genau für solche Zeiten ist dieser Vers wie eine liebevolle Erinnerung: Gib das Beten nicht auf. Bleib dran. Und vergiss dabei nicht, dankbar zu sein.

Dieser Vers erinnert mich daran, wie wichtig es ist, dranzubleiben. Paulus schreibt diesen Brief aus dem Gefängnis. Er sitzt in Ketten, hat keine Freiheit mehr – und trotzdem ist sein Herz voll von Gebet und Dank. Das beeindruckt mich zutiefst. Er hätte allen Grund, zu klagen oder zu verzweifeln. Aber er richtet seinen Blick auf Gott und lädt auch die Menschen in Kolossä dazu ein: Betet weiter! Gebt nicht auf! Und vergesst dabei nicht, dankbar zu sein.

Was für eine Perspektive! Paulus zeigt mir, dass Gebet nicht nur etwas ist, das ich tue, wenn alles gut läuft. Gerade in schwierigen Zeiten ist es meine Verbindung zu Gott. Mein Halt. Mein Anker.

Dieser Vers sagt mir:
👉 Gott ist da – immer. Er hört. Er sieht mich. Und er freut sich, wenn ich mit ihm spreche.
👉 Und er erinnert mich daran, dass Dankbarkeit mein Herz verändert. Auch wenn nicht alles so läuft, wie ich es mir wünsche, gibt es immer noch etwas, wofür ich danken kann. Manchmal ist es nur ein kleiner Lichtblick. Aber genau dieser Lichtblick kann mein Inneres heller machen.

Wir leben oft mit dem Blick auf das, was fehlt – statt auf das, was wir haben. Aber Gott ruft uns liebevoll zurück ins Gespräch mit ihm.

Was heißt das für meinen Alltag?
Ich will bewusst kleine Momente suchen, um mit Gott zu reden – im Auto, beim Spazierengehen, beim Kochen. Und ich will mir neu vornehmen, nicht nur zu bitten, sondern auch zu danken. Für das, was war. Für das, was ist. Und für das, was noch kommen wird.


Gebet:
Jesus, danke, dass du immer da bist. Danke, dass ich mit allem zu dir kommen darf – mit meiner Freude, mit meiner Angst, mit meinem Zweifel. Hilf mir, dranzubleiben am Gebet. Schenk mir einen dankbaren Blick und ein offenes Herz für deine Nähe. Lass mich dich im Alltag nicht aus den Augen verlieren. Amen.


Vielleicht kennst du das auch – dieses Gefühl, dass das Gebet gerade schwerfällt oder dass du gar nicht weißt, was du sagen sollst. Dann möchte ich dich ermutigen: Gib nicht auf. Gott freut sich über jeden noch so kleinen Satz, den du ihm sagst. Und manchmal ist schon ein stilles Seufzen ein Gebet. Du bist nicht allein – Gott hört dich. Bleib dran. Und vergiss nicht, auch für das Kleine dankbar zu sein.

Mit herzlichen Grüßen,
Ulrike

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Mehr als genug: Gottes Gnade für heute

„Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir.“ – 2. Korinther 12,9

In der letzten Zeit bin ich immer wieder über diesen Vers gestolpert. Es war, als würde Gott mir sagen wollen: „Lies ihn nochmal. Und nochmal. Und nimm ihn wirklich in dein Herz auf.“ Denn oft denke ich, ich müsse stark sein. Ich müsse alles schaffen, den Alltag meistern, fröhlich sein, funktionieren. Und wenn ich es nicht bin, dann fühle ich mich manchmal wie eine Versagerin. Kennst du das?

Paulus, der diesen Satz schreibt, war ein Mann mit unglaublichem Glauben. Er hat Gemeinden gegründet, Jesus verkündet, sogar im Gefängnis an Gott festgehalten. Und trotzdem hatte auch er ein Problem, das ihn nicht losließ. Etwas, das ihn schwächte – körperlich oder seelisch, wir wissen es nicht genau. Er hat gebetet, gefleht, dass Gott es wegnimmt. Doch Gottes Antwort war nicht das erhoffte Wunder, sondern ein leiser, tiefer Trost:
„Meine Gnade genügt dir.“

Diese Worte haben auch mir Trost geschenkt, als meine Kraft am Ende war. Als ich morgens kaum aus dem Bett kam. Als mir das Leben schwer auf der Brust lag. Und als ich dachte, ich sei Gott vielleicht zu wenig.
Aber genau da – mitten in meiner Schwäche – hat Gott mir gezeigt: Ich muss nichts leisten, um geliebt zu sein. Ich muss nicht stark tun, um angenommen zu sein. Ich darf kommen, wie ich bin – gebrochen, müde, ehrlich.

Gott ist kein Gott, der nur mit den Starken unterwegs ist. Er ist ein Gott, der sich gerade den Schwachen zuneigt. Seine Kraft zeigt sich nicht in meinem perfekten Leben, sondern in dem Raum, den ich ihm lasse, wenn ich zugebe, dass ich ihn brauche. Seine Gnade – seine liebevolle Zuwendung – trägt mich durch. Sie ist nicht an Bedingungen geknüpft. Sie ist einfach da.

Wir dürfen aufhören, uns zu verstellen. Wir dürfen unsere Schwächen annehmen, weil sie der Ort sind, an dem Gott wirkt. Es ist okay, Grenzen zu haben. Es ist sogar gut. Denn sie zeigen mir, dass ich Gott brauche – nicht nur in Notzeiten, sondern immer.

Was nehme ich in meinen Alltag mit?

Ich will lernen, gnädiger mit mir selbst zu sein. Nicht so streng, wenn ich wieder nicht alles geschafft habe. Nicht enttäuscht, wenn mir die Kraft fehlt. Sondern ich will mich daran erinnern: Gerade dann wirkt Gottes Kraft. Ich will loslassen und Gott Raum geben, mich zu tragen. Ich will ehrlich beten, statt perfekt zu tun.


Vielleicht brauchst du diese Erinnerung heute auch.
Vielleicht kämpfst du mit deiner Schwäche, mit Erschöpfung, mit Dingen, die du nicht ändern kannst. Dann nimm dir diesen Vers zu Herzen: Du musst nicht alles können. Du musst nicht alles im Griff haben.
Gottes Gnade ist genug. Für heute. Für morgen. Für dich.

Gottes Segen,

Ulrike


Gebet:
Jesus, danke, dass ich nicht stark sein muss, um von dir geliebt zu werden. Danke, dass deine Gnade reicht – auch wenn ich an meine Grenzen stoße. Hilf mir, ehrlich mit mir selbst zu sein. Und lehre mich, deine Kraft in meiner Schwäche zu entdecken. Du bist genug – heute und jeden Tag. Amen.

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In guten Händen – Gott ist mein Hirte

Mein sicherer Hafen – „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“

Immer wenn ich an diesen Vers denke, fühle ich mich geborgen, als würde eine sanfte Stimme mir sagen, dass ich nicht allein bin. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Diese Worte geben mir Trost und Stärke, besonders in Momenten, in denen mir Sorgen und Ängste den Atem rauben.

Der Psalm, in dem dieser Vers steht, wurde von David geschrieben – einem Mann, der schon als junger Hirte die Verantwortung für eine Herde trug. Er wusste ganz genau, wie es ist, auf jemanden angewiesen zu sein, der einen führt und schützt. In schwierigen Zeiten, in denen er sich oft verloren oder überwältigt fühlte, war er überzeugt, dass Gott seine schützende Hand immer über ihm hat. David erlebte sowohl helles Licht als auch dunkle Täler und drückte damit aus, dass selbst in den schwierigsten Zeiten Gottes Nähe spürbar ist.

Für mich zeigt dieser Vers, dass Gott ein fürsorglicher und treuer Begleiter ist. Er ist wie ein Hirte, der sich um jedes einzelne Schaf kümmert – auch wenn es mal vom Weg abkommt oder ängstlich ist. Gottes Fürsorge ist nicht von unseren Leistungen abhängig. Er gibt uns genau das, was wir brauchen, um weiterzumachen, auch wenn wir oft glauben, selbst keine Kraft mehr zu haben. Seine Liebe ist grenzenlos und sein Schutz unerschütterlich.

Wir Menschen sind verletzlich und oft verloren in unserem eigenen Tun und Denken. Manchmal wollen wir alles unter Kontrolle haben, vergessen dabei aber, dass wir auch Ruhe und Führung brauchen. Dieser Vers erinnert mich daran, dass es völlig in Ordnung ist, Schwäche zu zeigen und Hilfe anzunehmen. Gott lädt uns ein, unsere Lasten loszulassen und darauf zu vertrauen, dass wir immer jemanden haben, der uns auffängt, wenn wir fallen.

Wie ich das im Alltag leben möchte

Jeden Morgen, wenn ich aufwache, versuche ich daran zu denken: „Gott, Du bist mein Hirte.“ Ich erinnere mich daran, dass ich nicht perfekt sein muss und dass ich seine Hilfe immer in Anspruch nehmen kann. Wenn der Tag stressig wird oder Zweifel in mir aufkeimen, spreche ich leise zu ihm und lasse meinen Sorgen freien Lauf. Ich höre auf Gottes Stimme und finde Momente der Stille, in denen ich einfach nur sein darf – getragen von seiner Liebe und Geborgenheit.

Im Alltag bedeutet das für mich:

  • Vertrauen: Zu wissen, dass ich nicht allein bin, auch wenn alles chaotisch erscheint.
  • Loslassen: Die Angst, alles selbst regeln zu müssen, abzugeben und auf Gottes Führung zu vertrauen.
  • Dankbarkeit: Für die kleinen Momente, in denen ich seinen Beistand spüren darf – sei es ein freundliches Wort, ein Sonnenstrahl oder ein stiller Moment der Ruhe.

An dich, der du hier liest:

Vielleicht fühlst du dich manchmal überfordert oder ganz allein. Wenn du das tust, möchte ich dich ermutigen: Gönne dir den Moment, innezuhalten. Erinnere dich daran, dass auch du jemanden an deiner Seite hast, der dich liebt und dir beisteht. Öffne dein Herz, lass deine Sorgen los und vertraue darauf, dass du genau das bekommst, was du brauchst. Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Vertraue dich Jesus an.

Lass uns gemeinsam versuchen, jeden Tag ein kleines Stück mehr loszulassen und mit Zuversicht und Vertrauen zu leben – denn wenn Gott unser Hirte ist, wird uns wirklich nichts fehlen.

Gottes Segen,

Ulrike

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Staunen über den Schöpfer

„Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet, dass es das Werk seiner Hände ist.“ – Psalm 19,2

Manchmal stehe ich einfach nur da und schaue in den Himmel. Besonders in der Nacht, wenn tausende Sterne leuchten, spüre ich Ehrfurcht. Ich sehe diese unendliche Weite, die Schönheit, das Funkeln – und ich kann nur staunen. In solchen Momenten wird mir ganz tief im Herzen bewusst: Das kann kein Zufall sein. Da ist jemand, der das alles gemacht hat. Und dieser Jemand ist Gott.

Gott ist ein Künstler.

Psalm 19 wurde von David geschrieben. Er war oft draußen in der Natur, als Hirte, als Kämpfer, als König. Er kannte den Sternenhimmel, die Berge, die Weite des Landes. Und in all dem hat er Gottes Handschrift gesehen. Die Verse sind wie ein Lobpreis – ein Staunen über Gottes Größe, über seine Kreativität, über die göttliche Ordnung in allem, was er geschaffen hat.

Ich spüre das genauso. Wenn ich in der Natur unterwegs bin, spüre ich Gottes Nähe. Die Farben eines Sonnenuntergangs, das Rauschen des Windes, der Geruch von frischem Gras oder die feinen Details einer Blume – all das ist für mich wie ein sanftes Flüstern Gottes: „Ich bin da. Ich habe das alles gemacht.“

Dieser Vers zeigt mir: Gott ist groß. Und doch sieht er auch mich.

Der Himmel erzählt von seiner Herrlichkeit – ja. Aber noch viel erstaunlicher finde ich: Dieser große Schöpfer hat auch mich geschaffen. Mit Plan. Mit Liebe. Ich bin kein Zufall. Du auch nicht.

Wir Menschen sind Teil von Gottes Schöpfung.

Und wir sind nicht einfach irgendein Teil – wir sind gewollt, geliebt, wertvoll. Gott hat uns nicht nur erschaffen, er hat uns auch einen Platz gegeben in seinem großen Plan. Wenn ich daran denke, erfüllt mich das mit tiefer Dankbarkeit und einem inneren Frieden.

Ich möchte dich heute ermutigen: Geh mal wieder raus. Schau in den Himmel. Beobachte die Natur. Nimm dir Zeit, still zu werden und Gott in seiner Schöpfung zu begegnen. Vielleicht spricht er auch zu dir – nicht laut, nicht mit Worten, aber mit Staunen, mit Frieden, mit einem tiefen Wissen: Du bist Teil von etwas Wunderschönem. Und du bist nicht allein.

Gottes Segen,

Ulrike

Gebet:

Gott, du hast den Himmel gemacht, das Meer, die Berge, die Sterne – und auch mich. Alles, was du geschaffen hast, zeigt deine Größe. Hilf mir, dich im Alltag nicht zu vergessen. Schenk mir Augen, die staunen, und ein Herz, das dir vertraut. Danke, dass du mich siehst. Amen.

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Festhalten lohnt sich – Glaube, der trägt

„Glücklich ist, wer die Bewährungsproben besteht und im Glauben festbleibt. Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben.“ (Jakobus 1,12a HFA)

Wenn ich diesen Vers lese, spüre ich sofort: Da versteht mich jemand. Da spricht jemand nicht von einem perfekten, sorgenfreien Leben. Sondern ganz ehrlich von Anfechtung, von Herausforderungen, von Zeiten, in denen es schwer ist, weiterzugehen. Genau in solchen Zeiten finde ich Trost in diesen Worten.

Der Jakobusbrief wurde in eine Zeit hinein geschrieben, in der die ersten Christen mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert waren. Sie wurden verfolgt, mussten viel aufgeben und hatten es oft richtig schwer. Jakobus schreibt an sie, um ihnen Mut zu machen – nicht, weil die Umstände leicht wären, sondern weil Gott mitten in diesen Umständen bei ihnen ist.

Der Vers macht mir klar: Gott verspricht uns kein einfaches Leben. Er nimmt uns die Stürme nicht immer weg. Aber er verspricht, dass sich das Dranbleiben lohnt. Dass wir glücklich sind – nicht, weil alles gut ist, sondern weil Gott uns durchträgt. Und weil wir am Ende den Siegeskranz des ewigen Lebens empfangen dürfen. Nicht aus eigener Kraft, sondern mit Gottes Hilfe.

Es ist leicht, an Gott zu glauben, wenn alles gut läuft. Aber der echte Glaube zeigt sich in den schwierigen Zeiten. Wenn ich nichts fühle. Wenn ich zweifle. Wenn ich erschöpft bin. Und trotzdem sage: „Gott, ich halte an Dir fest.“

Ich hatte und habe solche Phasen in meinem Leben. Zeiten, in denen ich das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten. In denen Sorgen mich fast erdrückten. Und doch – rückblickend sehe ich, dass ich genau dort gewachsen bin. Mein Glaube hat Wurzeln geschlagen. Und Gott hat mich nie verlassen.

Jakobus sagt: Wer standhält, wird mit dem ewigen Leben gekrönt. Für mich bedeutet das: Gott sieht meinen Weg. Er sieht meinen Schmerz, mein Ringen, mein Aushalten. Und er belohnt es. Vielleicht nicht sofort sichtbar. Aber er führt mich zum Leben – zum wahren, erfüllten Leben in seiner Nähe.

An dich, der du das gerade liest: Vielleicht steckst du mitten in einer schweren Zeit. Vielleicht fragst du dich, warum Gott dir diesen Kampf nicht einfach abnimmt. Ich möchte dich ermutigen: Halt fest. Gib nicht auf. Gott ist näher, als du denkst. Und er sieht deinen Glauben. Er wird dich nicht enttäuschen. Sein Versprechen steht. Du wirst durchkommen – und du wirst seine Verheißungen erleben.

Gottes Segen,

Ulrike

Gebet:
Herr, manchmal ist das Leben schwer. Ich verstehe nicht alles, was geschieht. Aber ich will dir vertrauen. Hilf mir, durchzuhalten. Stärke meinen Glauben. Und lass mich erleben, wie du aus allem etwas Gutes wachsen lässt. Danke, dass du mich nicht allein lässt. Amen.

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Jesus im Blick, den Frieden im Herzen

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht. – Psalm 16,8

Manchmal fühle ich mich wie Petrus auf dem See. Ich kenne die Geschichte gut: Er steigt mutig aus dem Boot und geht über das Wasser auf Jesus zu. So lange er auf Jesus schaut, trägt ihn das Wasser. Aber als er den Blick abwendet, als er auf die Wellen schaut und die Angst ihn überkommt – da beginnt er zu sinken.

Genau so geht es mir oft. Wenn ich auf das Chaos in meinem Leben schaue, auf Sorgen, Probleme, unerfüllte Erwartungen, dann spüre ich, wie ich innerlich untergehe. Aber wenn ich bewusst meinen Blick auf Gott richte – dann kommt Frieden. Dann fühle ich mich getragen, auch wenn die Umstände sich nicht sofort ändern.

Psalm 16,8 wurde von David geschrieben. Er war jemand, der viele Stürme erlebt hat: Verfolgung, Bedrohung, Angst. Aber mitten in all dem hat er gelernt, sich an Gott zu halten. Er schreibt: „Ich habe den HERRN allezeit vor Augen.“ Das heißt: Ich entscheide mich, meinen Blick nicht auf das Problem zu richten, sondern auf den, der größer ist als alles, was mir Angst macht. Gott ist bei mir – direkt an meiner Seite. „Er steht mir zur Rechten.“ Und das verändert alles. Mit ihm an meiner Seite wanke ich nicht. Auch wenn es um mich herum tobt – ich darf sicher stehen.

Was sagt dieser Vers über Gott?
Er ist ein Gott, der nicht fern ist. Er steht ganz nah bei uns – zur Rechten. Er lässt uns nicht allein. Er ist treu, gegenwärtig, stark. Und: Er ist nicht nur Zuschauer in unserem Leben, sondern Begleiter. Einer, der mit uns geht – auch durch die dunkelsten Täler.

Und was sagt der Vers über uns Menschen?
Wir sind oft hin- und hergerissen. Schnell lassen wir uns ablenken, verlieren den Blick für das Wesentliche. Aber wir dürfen lernen, uns immer wieder neu auszurichten – auf Gott. Es ist kein Automatismus, kein „Glauben auf Knopfdruck“, sondern eine tägliche Entscheidung: Ich schaue auf den Herrn. Ich halte mich an ihn. Ich vertraue ihm mehr als meinen Gefühlen.

Was heißt das für unseren Alltag?
Für mich heißt das ganz praktisch: Ich beginne meinen Tag mit einem Gebet, richte mich innerlich auf Gott aus. Ich versuche, in schwierigen Momenten innezuhalten und mich zu fragen: Worauf schaue ich gerade? Auf das Problem – oder auf den, der größer ist? Und ich erinnere mich daran, dass ich nicht allein bin. Gott ist bei mir – und das gibt mir Halt.


Vielleicht bist du gerade in einer Zeit, in der die Wellen hochschlagen. Vielleicht fühlst du dich müde, kraftlos oder überfordert. Ich möchte dich ermutigen: Richte deinen Blick auf Gott. Schau auf ihn, nicht auf die Umstände. Er ist da – näher, als du denkst.

Gottes Segen,

Ulrike

Ein kurzes Gebet für dich:
Herr, manchmal verliere ich den Blick für dich. Dann schaue ich auf das, was mich ängstigt oder überfordert. Hilf mir, meinen Blick immer wieder neu auf dich zu richten. Danke, dass du mir zur Seite stehst und ich nicht wanken muss. Du bist mein Halt. Amen.


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Mit Unsicherheit leben – Vertrauen lernen

„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ich helfe dir, ich halte dich mit meiner siegreichen Hand.“ – Jesaja 41,10

Es gibt Momente im Leben, da gerät alles ins Wanken. Nichts ist mehr sicher, und ich merke: Ich habe keine Kontrolle. Ich will helfen, will etwas tun – aber ich kann nicht. Wenn mein Kind leidet, krank ist oder einfach innerlich kämpft – dann ist das eine der schlimmsten Ohnmachten, die ich kenne. Mein Herz zieht sich zusammen, und ich würde alles geben, um ihm das abzunehmen. Aber ich bin nur ein Mensch. Ich bin begrenzt.

In solchen Momenten erinnere ich mich an diesen Vers aus Jesaja. Der Prophet sprach diese Worte im Namen Gottes zu einem Volk, das Angst hatte. Israel war schwach, bedroht, verzweifelt. Doch genau da hinein sagt Gott: Fürchte dich nicht. Ich bin da. Ich stärke dich. Ich helfe dir. Ich halte dich.

Dieser Vers hat mich schon oft getragen. Denn er sagt etwas Wichtiges über Gott: Er ist nicht weit weg. Er ist nicht machtlos. Er ist nicht gleichgültig. Nein – er ist da. Er sagt: Ich bin dein Gott. Ich stärke dich. Ich helfe dir. Ich halte dich fest, mit meiner Hand, die niemals versagt.

Und was sagt der Vers über uns Menschen? Dass wir Angst haben dürfen. Dass wir uns schwach fühlen dürfen. Aber dass wir nicht allein sind. Wir dürfen uns halten lassen, vertrauen, loslassen. Gott weiß, dass wir es nicht schaffen – und gerade deshalb verspricht er uns seine Kraft.

Was bedeutet das im Alltag? Für mich heißt es: Ich darf ehrlich sein. Ich darf Gott meine Angst zeigen, meine Ohnmacht. Ich darf sagen: „Ich kann gerade nichts tun. Aber du kannst.“ Ich lege mein Kind, meine Sorgen, meine ganze Hilflosigkeit in Gottes Hände. Und glaube, dass er mich hält. Und mein Kind. Und jede Situation.

Ich bete, weine, warte – aber ich tue es nicht mehr aus eigener Kraft, sondern mit dem Wissen: Gott ist bei mir. Und wenn ich es nicht schaffe zu stehen, dann trägt er mich.


Vielleicht steckst du gerade in einer Situation, die dir Angst macht. Vielleicht weißt du nicht, wie es weitergehen soll. Du fühlst dich ohnmächtig, klein, schwach. Dann möchte ich dich ermutigen: Lauf zu Gott. Such Zuflucht bei ihm. Sag ihm alles, was dich bewegt. Und vertrau darauf, dass er da ist – auch wenn du ihn nicht siehst. Er ist dein Helfer. Auch für dich.

Gottes Segen,

Ulrike

Gebet:
Gott, du siehst meine Angst. Du weißt, wie sehr ich mir wünsche, dass alles gut wird. Ich bin oft so hilflos. Aber ich will mich bei dir bergen. Sei du meine Stärke, wenn ich schwach bin. Sei du meine Hilfe, wenn ich nichts tun kann. Und hilf mir, dir zu vertrauen – mitten in der Unsicherheit. Amen.

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