Ein Weg durch deine Wüste

Bibelvers: Jesaja 43,19
„Siehe, ich wirke Neues! Schon sprießt es auf. Merkt ihr es nicht? Ich bahne einen Weg durch die Wüste und lasse Flüsse in der Einöde entstehen.“


Der Prophet Jesaja spricht hier zu einem Volk, das schwere Zeiten erlebt. Israel ist im Exil, fern der Heimat, voller Fragen, Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit. Alles scheint festgefahren, trocken und ohne Zukunft.

Und genau in diese Situation hinein spricht Gott: Ich wirke Neues.
Er erinnert nicht nur an das, was früher war – er richtet den Blick nach vorne. Gott ist nicht stehen geblieben. Er handelt. Jetzt.


Auch wir kennen solche „Wüstenzeiten“. Zeiten, in denen alles trocken wirkt. Wo keine Kraft mehr da ist. Wo sich nichts verändert, obwohl wir uns so sehr danach sehnen.

Und genau dort hinein spricht Gott auch heute:
Ich wirke Neues – siehst du es nicht?

Manchmal erwarten wir das Große, das Sichtbare. Aber Gottes Neues beginnt oft leise. Wie ein kleines Aufsprießen. Unscheinbar. Zart. Und doch voller Leben.

Gott kann Wege schaffen, wo wir keine sehen.
Er kann Leben hervorbringen, wo alles tot scheint.


Dieser Vers zeigt uns:
Gott ist ein Gott der Hoffnung. Ein Gott der Neuanfänge.

Er ist nicht begrenzt von unserer Situation. Nicht von unserer Vergangenheit. Nicht von dem, was wir sehen oder fühlen.

Wir Menschen dagegen neigen dazu, festzuhalten:
an Enttäuschungen, an alten Geschichten, an dem, was nicht geworden ist.

Doch Gott lädt uns ein, loszulassen – und ihm neu zu vertrauen.


Vielleicht fühlst du dich gerade wie in einer Wüste.
Erschöpft. Leer. Ohne Perspektive.

Dann darfst du wissen: Gott hat dich nicht vergessen.

  • Halte Ausschau nach kleinen Zeichen seines Wirkens
  • Wage es, ihm neu zu vertrauen
  • Lass dich überraschen, auch wenn es anders kommt als gedacht

Manchmal beginnt Gottes Wunder nicht mit einem großen Knall, sondern mit einem leisen Hoffnungsschimmer.


Ich kenne solche Zeiten nur zu gut.
Es gab Phasen in meinem Leben, da hat sich alles trocken angefühlt. Innerlich leer. Gedanken wurden schwer, Hoffnung klein. Ich habe gebetet – aber lange nichts gespürt.

Und ehrlich gesagt: Ich habe nicht gesehen, dass Gott etwas Neues tut.

Aber im Rückblick erkenne ich es.
Nicht plötzlich. Nicht laut. Sondern leise.

Ein Gespräch zur richtigen Zeit.
Ein Bibelvers, der mich tief berührt hat.
Ein kleiner neuer Gedanke von Hoffnung.

Es war, als ob mitten in meiner inneren Wüste ganz langsam etwas zu wachsen begann. Kein großer Fluss auf einmal – eher ein leises Rinnsal.

Und genau das hat mich getragen.

Heute weiß ich: Gott war die ganze Zeit am Werk. Auch als ich es nicht gemerkt habe.


Gebet

Herr,
du siehst meine Wüstenzeiten.
Du kennst meine Sehnsucht nach Veränderung. Hilf mir, dein Wirken zu erkennen – auch wenn es klein beginnt.
Schenke mir Vertrauen, dass du Neues schaffst, auch wenn ich es noch nicht sehe. Mach mein Herz offen für deine Wege.
Und lass Hoffnung in mir wachsen. Amen.


Zum Schluss – an dich persönlich

Vielleicht bist du gerade müde geworden vom Warten.
Vielleicht hast du aufgehört zu glauben, dass sich noch etwas verändern kann.

Aber Gott sagt heute zu dir:
„Ich wirke Neues.“

Nicht irgendwann. Nicht vielleicht.
Sondern jetzt.

Verlier die Hoffnung nicht.
Schau hin.
Er ist schon am Werk – auch in deinem Leben. 🌱

Gottes Segen Ulrike

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Die Quelle der Hoffnung

Psalm 42,2
„Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.“


Psalm 42 ist ein sehr ehrlicher Psalm. Der Schreiber beschreibt eine Zeit großer innerer Not. Seine Seele ist unruhig. Er fühlt sich weit weg von Gott und scheint keinen festen Halt mehr zu haben. Seine Gedanken kreisen, seine Gefühle ziehen ihn nach unten. Immer wieder stellt er sich die Frage, wo Gott ist.

Als ich diesen Abschnitt gelesen habe, musste ich daran denken, in welcher Situation sich der Psalmschreiber wohl befunden haben muss. Für mich klingt es, als stecke er tief in einer Depression. Er wirkt erschöpft, traurig und orientierungslos. Vielleicht fühlte er sich sogar von Gott verlassen. Und trotzdem sieht man zwischen den Zeilen etwas ganz Besonderes: Hoffnung.

Mitten in seinem Schmerz sagt er, dass er Gott wieder danken wird. Er hält fest daran, dass Gott sein Halt ist – auch wenn seine Gefühle etwas anderes sagen.


Auch heute kämpfen viele Menschen mit negativen Gedanken, innerer Leere oder sogar Depressionen. Man fühlt sich allein, missverstanden oder ohne Orientierung. Manchmal scheint alles dunkel zu sein.

Der Psalmschreiber beschreibt eine tiefe Sehnsucht nach Gott. Eine Sehnsucht, die so stark ist wie der Durst eines Hirsches nach Wasser. Wasser ist lebensnotwendig. Ohne Wasser kann der Hirsch nicht überleben.

Genauso braucht unsere Seele Gott. Ohne ihn fehlt uns etwas Entscheidendes.

Ich glaube, jeder Mensch trägt diese Sehnsucht in sich. Gott selbst hat sie in unser Herz gelegt. Doch oft suchen wir Halt in anderen Dingen: Erfolg, Beziehungen, Anerkennung, Besitz oder Ablenkung. Aber all diese Dinge können unsere Seele nicht wirklich stillen.

Wahrer Halt ist nur bei Gott zu finden.


Dieser Psalm zeigt, dass Gott auch dann da ist, wenn wir ihn nicht spüren. Selbst wenn unsere Gefühle uns etwas anderes sagen, bleibt Gott derselbe.

Der Mensch dagegen ist zerbrechlich. Unsere Gedanken können uns in dunkle Richtungen führen. Wir verlieren schnell die Orientierung. Doch gleichzeitig lebt in uns diese tiefe Sehnsucht nach Gott.

Diese Sehnsucht ist kein Zufall. Sie ist ein Hinweis darauf, dass wir für die Beziehung mit Gott geschaffen sind.

Gott ist der Einzige, der unserer Seele echten Frieden geben kann.


Praktische Anwendung im Alltag

Wenn wir uns leer fühlen oder von Sorgen überwältigt sind, dürfen wir ehrlich zu Gott kommen. Wir müssen nichts verstecken. Der Psalmschreiber zeigt uns, dass wir auch mit unseren Zweifeln und unserer Traurigkeit zu Gott kommen dürfen.

Ich selbst kenne auch depressive Gedanken und Gefühle. Zeiten, in denen sich alles schwer angefühlt hat und ich keinen klaren Ausweg gesehen habe. Aber gerade in diesen Momenten habe ich erlebt, dass Gott mich immer wieder herausgeholt hat. Schritt für Schritt. Nicht immer sofort – aber er hat mich nie alleine gelassen.

In ihm habe ich Halt gefunden.
Der Gedanke hat mich oft getragen: Ich kann nicht tiefer fallen als in seine Hände.

Auch wenn ich Gott nicht immer gespürt habe, durfte ich erfahren, dass er trotzdem da ist. Er hält fest, auch wenn wir selbst keine Kraft mehr haben.

Vielleicht geht es dir ähnlich. Dann darfst du wissen: Du musst deinen Weg nicht allein gehen.

Manchmal hilft ein einfaches Gebet:
„Gott, ich fühle dich gerade nicht. Aber ich entscheide mich, dir zu vertrauen.“

Schritt für Schritt kann neue Hoffnung wachsen.


Gebet

Gott,
du siehst unsere Gedanken und unsere Kämpfe.
Du kennst die dunklen Momente in unserem Leben.
Danke, dass wir zu dir kommen dürfen, so wie wir sind.
Still du unsere Sehnsucht nach dir.
Schenke uns neuen Halt und neue Hoffnung.
Hilf uns, dir zu vertrauen, auch wenn wir dich nicht spüren.
Amen.


An dich als Leser:
Vielleicht kennst du Zeiten, in denen sich alles schwer anfühlt. Vielleicht suchst du Halt oder Hoffnung. Dieser Psalm zeigt: Du bist mit diesen Gefühlen nicht allein.

Deine Sehnsucht nach Halt ist kein Zeichen von Schwäche – sie ist ein Hinweis darauf, dass deine Seele nach Gott sucht.

Gott möchte dir begegnen.
Er möchte dir Halt geben.
Und er möchte deine Seele mit neuer Hoffnung erfüllen.

Du darfst zu ihm kommen – genauso, wie du bist.

Gottes Segen,

Ulrike

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Warum ich mitten im Chaos Ruhe gefunden habe

Hebräer 4,9
„Es bleibt also noch eine Ruhe für das Volk Gottes.“


Im Hebräerbrief geht es immer wieder darum, auf Gott zu vertrauen und an ihm festzuhalten. In Kapitel 4 wird von einer besonderen Ruhe gesprochen – einer Ruhe, die Gott selbst schenkt. Der Schreiber erinnert daran, dass schon das Volk Israel diese Ruhe verpasst hat, weil es Gott nicht vertraut hat.

Doch diese Ruhe ist nicht verloren. Sie steht immer noch offen. Für jeden. Auch für uns heute.


„Es bleibt also noch eine Ruhe…“

Das berührt mein Herz.
Denn es bedeutet: Gottes Ruhe ist noch da. Sie ist nicht begrenzt. Nicht nur für „besonders starke“ Menschen. Nicht nur für die, die alles im Griff haben.

Gottes Ruhe ist für dich.
Mitten in deinem Alltag.
Mitten in deinen Gedanken.
Mitten in deinem Chaos.

Aber wie komme ich da hinein?

Ich merke: Diese Ruhe ist kein Ort, den ich mir erarbeiten kann. Es ist kein Zustand, den ich durch perfekte Umstände erreiche.

Es ist ein Vertrauen.
Ein Loslassen.
Ein inneres Ankommen bei Gott.


Gott ist ein Gott der Ruhe.
Nicht der Unruhe. Nicht der Angst. Nicht des Drucks.

Er lädt uns ein, bei ihm zur Ruhe zu kommen.

Und wir Menschen?
Wir sind oft so getrieben. Unsere Gedanken kreisen. Sorgen werden laut. Umstände drücken uns nieder.

Gerade wenn im Außen alles laut wird, sehnen wir uns nach innerer Ruhe.

Doch aus eigener Kraft finden wir sie oft nicht.

Die Wahrheit ist:
Wir brauchen diese Ruhe.
Und Gott weiß das.


Praktische Anwendung im Alltag

Wie komme ich nun in diese Ruhe Gottes?

Ich glaube, es beginnt ganz einfach:

Indem ich zu ihm komme.
Mit allem, was mich beschäftigt.

Wenn Gedanken laut werden:
→ Ich bringe sie zu Gott.

Wenn Umstände mich drücken:
→ Ich halte sie ihm hin.

Wenn ich innerlich unruhig bin:
→ Ich bleibe nicht darin stehen, sondern gehe bewusst zu ihm.

Manchmal bedeutet das ganz praktisch:
still werden.
durchatmen.
ein kurzes Gebet sprechen.

Vielleicht so:
„Gott, hier bin ich. Ich schaffe es gerade nicht. Aber du bist da.“

Und dann passiert etwas:
Nicht immer sofort im Außen.
Aber im Inneren.

Ein Frieden kommt.
Eine Ruhe, die nicht erklärbar ist.
Eine Gewissheit: Ich bin nicht allein.

Das ist Gottes Ruhe.


Gebet

Jesus,
du siehst, wie oft ich innerlich unruhig bin.
Wie sehr mich Gedanken und Umstände bewegen.

Danke, dass deine Ruhe noch da ist.
Danke, dass ich zu dir kommen darf – genau so, wie ich bin.

Lehre mich, dir mehr zu vertrauen.
Lehre mich, loszulassen.
Und schenke mir deine Ruhe – mitten im Sturm meines Lebens.

Amen.


Zum Schluss – an dich

Kennst du diese innere Unruhe?
Dieses Gefühl, dass alles zu viel wird?

Dann möchte ich dir heute sagen:
Du musst da nicht alleine durch.

Gottes Ruhe ist noch da.
Für dich.

Du darfst kommen.
Mit allem, was dich bewegt.

Und vielleicht beginnt es genau jetzt –
mit einem einfachen Schritt:

Still werden.
Und dein Herz zu Gott wenden. 💛

Gottes Segen,

Ulrike

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Wenn wir Gottes Güte entdecken

„Dankt dem HERRN, ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt!“ – Psalm 105,1


Psalm 105 ist ein Lobpsalm. Das Volk Israel erinnert sich darin an alles, was Gott für sie getan hat. Der Psalm erzählt von Gottes Treue durch viele Generationen hindurch – von seinen Wundern, seiner Führung und seinem Eingreifen in der Geschichte seines Volkes.

Der Psalm beginnt mit einer Einladung: Dankt Gott. Ruft zu ihm. Erzählt weiter, was er getan hat.

Glaube war im Volk Israel nie nur eine private Sache. Gottes Taten sollten weitererzählt werden – von einer Generation zur nächsten und auch zu anderen Völkern.


Auch heute tut Gott noch Wunder. Vielleicht nicht immer spektakulär vor den Augen aller, aber oft mitten in unserem persönlichen Leben.

Ich habe selbst erlebt, wie Gott Türen geöffnet hat, wo ich keine Lösung mehr gesehen habe. Wie er Kraft gegeben hat, als ich dachte, ich schaffe es nicht mehr. Wie er Frieden geschenkt hat, mitten in Sorgen.

Wenn wir anfangen, auf Gottes Wirken zu achten, merken wir: Unser Leben ist voller Spuren seiner Güte.

Psalm 105 erinnert uns daran, dass wir diese Erfahrungen nicht für uns behalten sollen. Wir dürfen davon erzählen.


Dieser Vers zeigt uns etwas Wunderbares über Gott:
Gott handelt. Er greift ein. Er wirkt in dieser Welt und im Leben von Menschen.

Und er möchte, dass wir seine Taten nicht vergessen.

Wir Menschen dagegen neigen dazu, schnell weiterzugehen. Wir erleben etwas Gutes – und kurze Zeit später haben wir es schon wieder vergessen.

Darum lädt uns Gott ein:
Erinnert euch. Dankt mir. Erzählt anderen davon.

Wir sind nicht nur geschaffen, um zu leben und unseren Alltag zu bewältigen. Wir sind geschaffen, um Gott zu erkennen, ihm zu danken und seine Größe weiterzuerzählen.


Vielleicht lohnt es sich, heute einmal kurz innezuhalten und sich zu fragen:

Wo habe ich Gottes Güte in meinem Leben erlebt?

Vielleicht war es Bewahrung in einer schwierigen Situation.
Vielleicht eine unerwartete Hilfe.
Vielleicht ein Mensch, der genau zur richtigen Zeit da war.
Vielleicht ein neuer Mut in einer schweren Phase.

Wenn wir darüber nachdenken, wächst Dankbarkeit in unserem Herzen.

Und vielleicht gibt es auch jemanden in unserem Umfeld, der gerade Ermutigung braucht. Dann können wir einfach erzählen, was wir selbst erlebt haben.

Nicht kompliziert. Nicht perfekt. Einfach ehrlich.

Denn unsere Erfahrungen mit Gott können anderen Menschen Hoffnung geben.


Gebet

Herr, ich danke dir für deine Güte in meinem Leben.
Für all die kleinen und großen Wunder, die ich oft viel zu schnell vergesse.
Hilf mir, deine Taten nicht für mich zu behalten, sondern davon zu erzählen.
Schenke mir offene Augen für dein Wirken und ein dankbares Herz.
Und gebrauche mein Leben, damit andere Menschen sehen können, wie gut du bist.
Amen.


Zum Schluss möchte ich dich persönlich fragen:

Hast du in deinem Leben schon einmal erlebt, dass Gott dir geholfen hat?
Dass er dich getragen oder geführt hat?

Dann behalte es nicht für dich.

Vielleicht wartet irgendwo ein Mensch genau auf diese Hoffnung.

Erzähl von Gottes Güte. Denn Gott ist gut.

Gottes Segen,

Ulrike

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Gibt es etwas im Leben, das wirklich bleibt?

„Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende.“
(Psalm 102,28)


Psalm 102 ist ein Gebet eines Menschen in großer Not. Der Beter fühlt sich schwach, einsam und vergänglich. Er beschreibt sein Leben wie einen Schatten, der schnell vergeht. Alles scheint unsicher zu sein: Gefühle, Umstände, sogar das eigene Leben.

Doch mitten in dieser Klage richtet er seinen Blick auf Gott. Während alles im Leben sich verändert und vergeht, erkennt er eine große Wahrheit: Gott bleibt derselbe. Seine Zeit endet nicht. Seine Treue hört nicht auf.

Der Psalm macht einen starken Gegensatz sichtbar: Wir Menschen sind vergänglich – aber Gott ist ewig.


Wir leben in einer Welt voller Veränderungen. Dinge, die heute sicher erscheinen, können morgen schon anders sein.

Beziehungen verändern sich.
Pläne gehen manchmal nicht auf.
Gesundheit kann zerbrechlich sein.
Und auch unsere Gefühle schwanken.

Manchmal fühlt sich das Leben deshalb unsicher an.

Genau in diese Unsicherheit hinein spricht dieser Vers eine große Hoffnung: Gott bleibt derselbe.

Seine Liebe verändert sich nicht.
Seine Gedanken über uns bleiben bestehen.
Er ist heute derselbe wie gestern – und er wird es auch morgen sein.

Vielleicht kennst du Gott noch nicht persönlich. Aber die Bibel beschreibt ihn als einen Gott, der verlässlich ist. Einen Gott, der nicht plötzlich anders wird oder sich von uns abwendet.


Der Vers zeigt zwei wichtige Wahrheiten:

Wir Menschen sind begrenzt.
Unser Leben ist kostbar, aber auch zerbrechlich. Wir können nicht alles festhalten oder kontrollieren.

Gott dagegen ist ewig und unveränderlich.
Er bleibt. Seine Liebe bleibt. Seine Treue bleibt.

Für mich ist das ein großer Trost. Denn wenn alles um mich herum unsicher wird, gibt es einen Ort, der fest bleibt: Gott selbst.


Praktische Anwendung im Alltag

Es gibt Tage, an denen ich merke, wie schnell sich Dinge verändern können. Pläne zerschlagen sich, Sorgen kommen, oder mein Herz ist unruhig.

Dann erinnere ich mich an diesen Vers.

Ich sage mir:
Gott hat sich nicht verändert.
Seine Liebe zu mir ist heute genauso groß wie gestern.

Das hilft mir, wieder ruhig zu werden.

Vielleicht spürst du auch manchmal diese Sehnsucht nach etwas, das wirklich trägt – etwas, das bleibt, wenn alles andere wankt.

Die Bibel lädt uns ein, Gott kennenzulernen. Nicht nur als eine Idee, sondern als jemanden, der unser Leben begleiten möchte.


Gebet

Gott,
du bist der Ewige. Während sich so vieles verändert, bleibst du derselbe.
Danke, dass deine Liebe nicht vergeht und deine Treue kein Ende hat. Ich bitte dich für alle, die diesen Text lesen.
Lass sie spüren, dass du da bist.
Schenke ihnen Hoffnung und Frieden in ihrem Herzen.Und wenn jemand dich noch nicht kennt, dann begegne du ihm auf eine Weise, die sein Leben berührt. Amen.


Vielleicht suchst du nach etwas, das wirklich Bestand hat.
Nach einem Halt, der nicht morgen schon wieder verschwindet.

Die Bibel sagt: Gott bleibt.

Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, ihn einfach anzusprechen – ganz ehrlich, mit deinen eigenen Worten.
Manchmal beginnt eine neue Hoffnung genau mit diesem ersten Schritt.

Gottes Segen,

Ulrike

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Mehr als das, was wir sehen

„Wir richten unseren Blick nicht auf das, was sichtbar ist, sondern auf das, was noch unsichtbar ist.“ – 2. Korinther 4,18a


Der Apostel Paulus schreibt diesen Vers in einem Brief an die Gemeinde in Korinth. Sein eigenes Leben war alles andere als leicht. Er erlebte Ablehnung, Verfolgung, Sorgen und viele Schwierigkeiten. Von außen betrachtet hätte man denken können, dass sein Leben voller Niederlagen ist.

Doch Paulus sieht seine Situation anders. Er erklärt den Christen, dass die Schwierigkeiten dieser Welt nicht das Letzte sind. Es gibt eine größere Realität – Gottes Wirklichkeit. Darum ermutigt er die Gläubigen, ihren Blick nicht nur auf das Sichtbare zu richten, sondern auf das Unsichtbare, auf das, was Gott vorbereitet hat.


Auch wir leben in einer Welt, in der das Sichtbare oft unser Denken bestimmt. Wir sehen Probleme, Sorgen, Krankheit, Konflikte oder Enttäuschungen. Manchmal scheint das alles so groß zu sein, dass es unseren Blick völlig einnimmt.

Doch dieser Vers lädt uns ein, anders zu sehen.

Gott erinnert uns daran: Das Sichtbare ist nicht alles. Es gibt mehr. Seine Gegenwart können wir nicht mit den Augen sehen – aber sie ist real. Seine Liebe ist unsichtbar – und doch trägt sie uns. Seine Hoffnung ist nicht greifbar – und doch gibt sie Kraft.

Der Blick auf Gott verändert unsere Perspektive.


Dieser Vers zeigt uns etwas sehr Schönes über Gott:
Gott wirkt oft im Verborgenen.

Wir sehen nicht immer sofort, was er tut. Manchmal verstehen wir seine Wege nicht. Aber Gott ist da – auch wenn unsere Augen ihn nicht sehen können.

Über uns Menschen zeigt der Vers: Wir neigen dazu, nur das zu glauben, was wir sehen. Unsere Gefühle und unsere Umstände bestimmen schnell unser Denken. Doch Gott lädt uns ein, ihm zu vertrauen – auch dann, wenn wir ihn nicht sehen.

Glaube bedeutet manchmal, weiterzugehen, obwohl unsere Augen noch keine Lösung erkennen.


Praktische Anwendung im Alltag

Dieser Vers stellt uns eine wichtige Frage:
Worauf richte ich meinen Blick?

Wenn wir nur auf unsere Probleme schauen, verlieren wir schnell den Mut. Wenn wir nur auf das schauen, was gerade schwierig ist, wird unser Herz schwer.

Aber wenn wir unseren Blick bewusst auf Gott richten, verändert sich etwas in uns.

Dann erinnern wir uns:
Gott ist größer als meine Sorgen.
Gott sieht weiter als ich.
Gott hat einen Weg, auch wenn ich ihn noch nicht sehe.

Manchmal bedeutet das ganz praktisch, im Gebet unsere Sorgen Gott zu bringen und ihm zu sagen:
„Herr, ich sehe gerade nur die Schwierigkeiten. Aber ich vertraue dir, auch wenn ich deine Lösung noch nicht sehen kann.“


Gebet

Herr,
so oft schauen meine Augen nur auf das, was schwierig ist.
Meine Sorgen erscheinen dann größer als meine Hoffnung.Hilf mir, meinen Blick auf dich zu richten.
Auch wenn ich deine Wege nicht sehe, möchte ich dir vertrauen.
Schenke mir Glauben für das, was meine Augen noch nicht erkennen können.Danke, dass du wirkst – auch im Verborgenen.
Amen.


Vielleicht stehst du gerade in einer Situation, in der du nur Probleme siehst. Vielleicht fühlt sich manches in deinem Leben schwer oder ungewiss an.

Dieser Vers erinnert uns daran: Das Sichtbare ist nicht die ganze Wirklichkeit.

Gott sieht mehr.
Gott wirkt mehr.
Und manchmal beginnt Hoffnung genau dort, wo wir lernen, unseren Blick über das Sichtbare hinaus auf ihn zu richten.

Gottes Segen,

Ulrike

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Sehnsucht nach Leben und Frieden

„Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.“ Psalm 42,2


Psalm 42 stammt von den Söhnen Korachs. Es ist ein Psalm aus einer Zeit der inneren Not. Der Beter ist fern vom Tempel, fern von dem Ort, an dem er Gott besonders nahe war. Er fühlt sich bedrängt, angegriffen, vielleicht sogar verlassen. Menschen fragen ihn spöttisch: „Wo ist denn dein Gott?“

Mitten in dieser Not beschreibt er sein Herz mit einem starken Bild: Ein Hirsch, der nach Wasser dürstet. In einer trockenen, heißen Gegend bedeutet Wasser Leben. Ohne Wasser stirbt der Hirsch. Und genau so empfindet der Beter seine Sehnsucht nach Gott.

Es ist kein ruhiger Wunsch. Es ist ein Schrei.


Ich glaube, wir kennen dieses Gefühl.
Dieses innere Sehnen.
Diese Unruhe, die nichts und niemand wirklich stillen kann.

Wir versuchen oft, unseren Durst anders zu löschen – mit Ablenkung, mit Arbeit, mit Anerkennung, mit Menschen. Doch die Seele bleibt trocken. Müde. Suchend.

Dieser Vers zeigt mir: Meine tiefste Sehnsucht ist eigentlich eine Sehnsucht nach Gott.
Nicht nach Antworten.
Nicht nach Lösungen.
Sondern nach ihm.

So wie der Körper ohne Wasser nicht leben kann, kann meine Seele ohne Gott nicht aufblühen.


Dieser Vers zeigt mir zweierlei:

Wir Menschen sind Geschöpfe mit einer tiefen Sehnsucht. Gott hat sie in uns hineingelegt. Ein innerer Durst nach Sinn, nach Liebe, nach Ewigkeit.

Und Gott selbst ist die Quelle. Er ist nicht nur jemand, der ein wenig Trost spendet. Er ist lebendiges Wasser. Er ist der, der wirklich sättigt.

Wir sind nicht dafür geschaffen, unabhängig zu leben. Wir sind geschaffen für Beziehung mit ihm.


Was bedeutet das konkret?

Vielleicht zuerst einmal ehrlich zu werden:
Wo versuche ich gerade, meinen Durst zu stillen?

Und dann: mir bewusst Zeit zu nehmen für Gott.
Still zu werden.
Zu beten.
Sein Wort zu lesen.
Ihm mein Herz auszuschütten.

Manchmal fühlt sich das am Anfang trocken an. Doch wenn wir dranbleiben, beginnt Gott unsere Seele neu zu beleben.

Ich habe erlebt: Wenn ich mit meiner inneren Unruhe zu Jesus komme, entsteht Frieden. Mein Herz wird still.

Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Gott“ (Augustinus)


Gebet

Herr,
du siehst meine Sehnsucht.
Du kennst meinen inneren Durst.
Zieh mein Herz immer wieder zu dir.
Sei du das lebendige Wasser für meine Seele.
Fülle mich neu mit deiner Nähe und deinem Frieden.

Amen.


💛 Und jetzt an dich:

Kennst du diesen inneren Durst?
Diese Sehnsucht, die sich nicht erklären lässt?

Vielleicht ist es deine Seele, die nach Gott ruft.
Du musst nicht perfekt sein.
Du darfst einfach kommen.

Er ist die Quelle.
Und er wartet.

Gottes Segen,

Ulrike

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Gibt es Zufall?

Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.“ – Sprüche 16,9


Das Buch der Sprüche ist voller Lebensweisheit. Es beschreibt, wie wir gute Entscheidungen treffen und klug leben können. In Sprüche 16 wird deutlich: Der Mensch plant, denkt nach, wägt ab – aber am Ende ist es Gott, der die Richtung vorgibt.

Es geht nicht darum, dass wir nichts tun oder alles schicksalhaft hinnehmen sollen. Es geht darum, dass über unserem Planen eine größere Hand steht. Eine Hand, die sieht, was wir nicht sehen. Eine Hand, die lenkt – manchmal sanft, manchmal durch Umwege.


Oft fragst du dich vielleicht: War das Zufall?

Diese eine Begegnung.
Dieses abgesagte Treffen.
Diese Tür, die sich plötzlich geschlossen hat.
Oder genau im richtigen Moment geöffnet wurde.

Manchmal erkennen wir erst viel später, dass sich Dinge gefügt haben. Dass scheinbar kleine Ereignisse große Auswirkungen hatten. Dass Umwege uns genau dorthin geführt haben, wo wir wachsen sollten.

Für mich ist immer deutlicher geworden: Aus Gottes Sicht gibt es keine Zufälle. Das was wir für Zufälle halten, sind Zeichen von Gott, wir müssen sie nur als solche erkennen. Vielleicht will sich Gott genau in den Ereignissen, die wir als Zufall sehen, uns offenbaren und zeigen.

Was für uns chaotisch aussieht, ist für ihn kein Durcheinander. Er überblickt das ganze Bild.


Wir Menschen planen. Wir hoffen. Wir träumen. Und manchmal verzweifeln wir, wenn unsere Pläne nicht aufgehen.

Gott dagegen sieht weiter. Er kennt die Wege, die wir noch nicht kennen. Er weiß, welche Begegnung wir brauchen. Welche Herausforderung uns stärker macht. Welche Verzögerung uns schützt.

Dieser Vers zeigt mir: Ich bin nicht ausgeliefert. Mein Leben ist kein Produkt von blindem Zufall.

Gott ist ein Gott der Führung.
Ein Gott der Details.
Ein Gott, der selbst aus Umwegen Wege macht.


Was bedeutet das für mich ganz konkret?

Es bedeutet, dass ich lernen darf zu vertrauen – auch wenn ich nicht verstehe.
Dass ich Gott meine Pläne hinlege und ihn bitte: „Lenke du meine Schritte.“
Dass ich in Begegnungen aufmerksamer werde. Vielleicht ist genau dieses Gespräch kein Zufall.
Dass ich in Enttäuschungen frage: „Gott, was hast du hier vor?“

Vertrauen heißt nicht, alles erklären zu können.
Vertrauen heißt, zu wissen: Ich werde geführt.

Und manchmal sehe ich erst rückblickend, wie treu Gott war.

Vielleicht fragst du dich jetzt:
Woher kann ich wissen, dass das stimmt?
Woher nehme ich diese Gewissheit, dass mein Leben kein Zufall ist?

Ich nehme sie nicht aus meinen Gefühlen. Die schwanken.
Ich nehme sie aus Gottes Wort.

Denn wenn ich in der Bibel lese, entdecke ich keinen Gott, der dem Zufall das Feld überlässt…

Gleich auf den ersten Seiten steht:


„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (1. Mose 1,1)


Da ist kein blindes Entstehen. Da ist ein Schöpfer. Ein Plan. Ein Wille. Wenn ich die Natur betrachte – die perfekte Ordnung, den Wechsel von Tag und Nacht, die Genauigkeit, mit der alles aufeinander abgestimmt ist – dann staune ich. Das wirkt nicht wie ein Versehen. Das wirkt wie Weisheit.

Und dann wird es ganz persönlich.


„Alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war.“ (Psalm 139,16)

Jeder Tag. Auch die schweren.
Auch die verwirrenden.
Auch die, an denen ich nichts verstehe.

Dieser Vers tröstet mich. Mein Leben entfaltet sich nicht zufällig. Es ist gesehen. Es ist gekannt.

Und dann höre ich Gottes Zusage:


„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe … Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Gedanken des Friedens.
Zukunft.
Hoffnung.

Vielleicht verstehe ich nicht jede Wendung meines Weges. Aber ich darf glauben: Hinter meinem Leben steht kein Zufall – sondern ein Gott, der denkt, plant und liebt.

Und vielleicht ist genau das der Unterschied:
Zufall ist kalt.
Gottes Führung ist persönlich.

Gottes Segen,

Ulrike



Gebet

Herr,
so vieles verstehe ich nicht.
Manches fühlt sich zufällig an, manches chaotisch.Aber ich möchte glauben, dass du meine Schritte lenkst.
Hilf mir, dir meine Pläne anzuvertrauen.
Gib mir Frieden, wenn Wege anders verlaufen als gedacht.
Und öffne mir die Augen für deine Handschrift in meinem Alltag. Amen.

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Mehr als Glaube: Freundschaft

„Ich nenne euch Freunde.“
(Johannes 15,15)


Jesus spricht diese Worte kurz vor seinem Abschied zu seinen Jüngern. Es sind letzte, kostbare Sätze – Worte voller Nähe und Liebe. Er macht ihnen klar: Die Beziehung zu Gott ist keine distanzierte, formelle Sache. Jesus sagt nicht mehr „Diener“, sondern „Freunde“. Er teilt sein Herz, seine Gedanken, seine Pläne. Freundschaft bedeutet hier: Vertrauen, Offenheit, Nähe.



Dieser Satz gilt nicht nur den Jüngern damals – er gilt auch uns heute. Gott möchte nicht nur angebetet, gefürchtet oder korrekt behandelt werden. Er lädt uns ein in eine echte Beziehung, in eine Freundschaft.
Eine Freundschaft, in der wir kommen dürfen, wie wir sind. Mit Freude und Dankbarkeit – aber auch mit Zweifel, Erschöpfung und Fragen.


Dieser Vers zeigt mir einen Gott, der Nähe sucht. Einen Gott, der sich auf Augenhöhe begibt. Der nicht über uns steht und Anweisungen ruft, sondern neben uns geht.
Und er zeigt etwas über uns Menschen: Wir sind nicht nur Geschöpfe – wir sind eingeladen zu Beziehung. Zu Vertrauen. Zu einem Miteinander mit Gott.

Wir sind geschaffen für Beziehung. Für Vertrauen. Für ein Gegenüber, das bleibt.

Gott kennt uns besser als jeder Mensch – und nennt uns trotzdem Freunde. Das berührt mich jedes Mal neu.

Anwendung im Alltag

Freundschaft lebt von Zeit, Ehrlichkeit und Offenheit.
Ich frage mich manchmal: Rede ich mit Gott wie mit einem Freund – oder nur, wenn ich etwas brauche?
Freundschaft mit Gott bedeutet für mich, ihn in meinen Alltag mitzunehmen. Ihm meine Gedanken zu sagen, auch die unausgesprochenen. Still bei ihm zu sein. Ihm zuzuhören.
Nicht perfekt. Aber ehrlich.

Freundschaft lebt von Zeit, Ehrlichkeit und Zuhören. Das gilt auch für die Freundschaft mit Gott.

Manchmal ist es kein langes Gebet.
Manchmal nur ein leiser Gedanke: „Gott, ich brauche dich.“
Oder ein ehrliches: „Ich verstehe dich gerade nicht.“

Ich erlebe: Je echter ich vor Gott bin, desto tiefer wird diese Freundschaft. Nicht perfekt, nicht fromm geschniegelt – sondern ehrlich.

Vielleicht ist Freundschaft mit Gott genau das:
Mit allem kommen dürfen. Und wissen: Ich werde nicht abgewiesen.

Die Bibel spricht an vielen Stellen davon, dass Gott Nähe sucht und Beziehung möchte. Diese Verse vertiefen das Thema Freundschaft mit Gott auf unterschiedliche Weise:

„Der HERR zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen.“
(Psalm 25,14)


Dieser Vers beschreibt Freundschaft als etwas sehr Intimes. Gott teilt sein Vertrauen mit denen, die ihm ihr Herz öffnen. Freundschaft mit Gott bedeutet, dass er uns Einblick in seine Wege gibt und uns teilhaben lässt an dem, was ihm wichtig ist.

„Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“
(Jakobus 4,8)


Freundschaft ist keine Einbahnstraße. Dieser Vers zeigt: Wenn wir den ersten Schritt auf Gott zugehen, kommt er uns entgegen. Nähe entsteht dort, wo wir uns bewusst auf Gott ausrichten.

„Du bist ein Gott, der mich sieht.“
(1. Mose 16,13)


Freundschaft heißt, gesehen zu werden. Gott sieht uns – nicht nur äußerlich, sondern bis ins Herz. Er kennt unsere Kämpfe, unsere Tränen und unsere Sehnsucht nach Nähe.

„Der HERR ist mir nahe.“
(Psalm 34,19)


Dieser kurze Satz bringt es auf den Punkt: Gott ist kein ferner Gott. Er ist nah, besonders in schweren Momenten. Freundschaft mit Gott zeigt sich oft darin, dass wir seine Nähe gerade dann spüren, wenn wir sie am meisten brauchen.


. Abschließendes Gebet

Herr Jesus,
danke, dass du mich deinen Freund nennst.
Hilf mir, diese Freundschaft zu leben –
nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe.
Lehre mich, dir zu vertrauen und bei dir zur Ruhe zu kommen.
Amen.


Vielleicht fühlt sich Gott für dich gerade weit weg an. Vielleicht hast du ihn eher als streng oder distanziert erlebt. Dann möchte ich dir heute zusprechen: Gott sehnt sich nach Nähe mit dir.
Du darfst kommen. Fragen. Schweigen. Vertrauen.
Freundschaft mit Gott beginnt oft ganz leise – mit einem ehrlichen Moment.

Gottes Segen,

Ulrike

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Sorgen loslassen – Gottes Frieden empfangen

Philipper 4,6
„Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voller Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.“


Der Philipperbrief ist ein sehr persönlicher Brief des Apostels Paulus. Er schreibt ihn aus dem Gefängnis – also aus einer Situation heraus, die alles andere als sorglos ist. Und doch zieht sich ein Thema durch den ganzen Brief: Freude, Vertrauen und Frieden in Gott.

Kurz vor unserem Vers ermutigt Paulus die Gemeinde, sich im Herrn zu freuen und freundlich zu sein. Dann folgt diese klare Aufforderung: „Macht euch um nichts Sorgen.“ Nicht als oberflächlicher Trost, sondern als Einladung zu einem anderen Umgang mit dem, was uns belastet.

Sorgen gehören zu unserem Alltag. Gedanken kreisen, das Herz wird schwer, innerlich kommen wir nicht zur Ruhe. Sorgen schleichen sich oft leise ein und nehmen immer mehr Raum ein.

Paulus sagt nicht: „Sorgen sind verboten.“
Er zeigt uns einen Weg, wie wir mit unseren Sorgen umgehen können:
Wir sollen sie nicht festhalten, sondern zu Gott bringen.
Nicht irgendwann, sondern in jeder Lage.
Nicht nur bittend, sondern auch mit Dankbarkeit.

Dieser Vers lädt uns ein, Sorgen gegen Gebet zu tauschen.


Dieser Vers zeigt uns einen Gott, der zuhört, der interessiert ist an unseren Anliegen, auch an den kleinen. Gott ist nicht genervt von unseren Sorgen – er lädt uns ausdrücklich ein, damit zu ihm zu kommen.

Gleichzeitig zeigt der Vers auch etwas über uns Menschen:
Wir neigen dazu, Sorgen selbst tragen zu wollen. Wir denken, wir müssten stark sein, alles im Griff haben. Doch Gott weiß, wie schwer unsere Herzen manchmal sind – und er möchte diese Last mit uns teilen.


Praktische Anwendung im Alltag

Für mich ist dieser Vers immer wieder eine ganz konkrete Einladung:
Wenn ich merke, dass meine Gedanken sich im Kreis drehen, darf ich innehalten. Ich darf meine Sorgen aussprechen, sie benennen und bewusst Gott hinlegen.

Manchmal hilft mir ein einfaches Gebet wie:
„Gott, das macht mir gerade Angst. Ich weiß nicht weiter. Aber ich vertraue dir.“

Und dann – ganz bewusst – danke ich Gott. Nicht, weil schon alles gut ist, sondern weil er da ist, weil ich ihm vertrauen darf und weil er größer ist als meine Sorgen.

Sorgen verschwinden nicht immer sofort. Aber sie verlieren ihre Macht, wenn wir sie nicht allein tragen.


Gebet

Herr,
du siehst die Sorgen, die mein Herz beschweren.
Du kennst meine Ängste, meine Fragen und meine Unsicherheiten.
Ich bringe sie jetzt zu dir.
Hilf mir, loszulassen und dir zu vertrauen.
Danke, dass ich bei dir mit allem kommen darf.
Schenke mir deinen Frieden, der mein Herz ruhig macht.
Amen.


Zum Schluss – ein Wort an dich

Vielleicht liest du diesen Text mitten in einer Zeit voller Sorgen. Dann möchte ich dir zusprechen: Du musst da nicht allein durch. Gott lädt dich ein, ihm alles zu bringen – genau so, wie es ist.

Wag diesen Schritt. Sprich mit Gott. Übergib ihm, was dich belastet.
Und vertraue darauf: Er hört dich – und er trägt dich. 🤍

Gottes Segen Ulrike

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