Getragen von Gottes Gnade

Wenn ich sagte: Mein Fuß wankt!, so unterstützte mich deine Gnade, HERR.“
(Psalm 94,18)

Es gibt Momente, in denen wir innerlich ins Wanken geraten. Situationen, in denen alles zu viel wird, der Boden unter den Füßen nachgibt, und wir das Gefühl haben, jeden Halt zu verlieren. Vielleicht kennst du solche Zeiten. Du hast alles versucht, bist treu geblieben, hast gebetet – und trotzdem fühlst du dich erschöpft, überfordert oder mutlos.

Der Psalmvers spricht genau in solche Augenblicke hinein: „Wenn ich sagte: Mein Fuß wankt, so unterstützte mich deine Gnade, HERR.“ Das ist ein ehrliches Eingeständnis: „Ich schaffe es nicht alleine.“ Aber gleichzeitig ist es auch ein Bekenntnis voller Hoffnung: „Gott ist da. Seine Gnade hält mich fest.“

Ich durfte das selbst erleben. Gerade dann, wenn ich dachte, es geht nicht mehr weiter – da war er da. Nicht immer spürbar, nicht immer mit sofortiger Lösung. Aber seine Gnade hat mich getragen. Manchmal durch ein Bibelwort, durch ein ermutigendes Gespräch, durch ein Gebet, durch Lobpreis oder einfach durch den inneren Frieden, der sich plötzlich ausbreitete.

Gottes Gnade ist nicht abhängig von meiner Stärke oder meinem Glauben. Sie ist immer da – auch wenn mein Fuß wankt. Ich darf fallen, ich darf schwach sein, ich darf zweifeln. Aber ich falle niemals tiefer als in Gottes Hand. Seine Gnade ist unendlich, seine Treue hört nie auf.

Vielleicht stehst du gerade an einem Punkt, an dem du wankst. Du musst nicht stark sein. Du darfst dich anlehnen. Du darfst dich tragen lassen – von der Gnade Gottes, die nie aufhört, dich zu lieben.

Gottes Segen,

Ulrike

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?“

Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“ ( von Christian Herrling)

Gebet:
Herr, manchmal gerate ich ins Wanken. Sorgen, Angst oder Zweifel nehmen mir den Boden unter den Füßen. Danke, dass deine Gnade mich auffängt. Danke, dass du mich nicht fallen lässt. Hilf mir, dir zu vertrauen – gerade dann, wenn ich schwach bin. Ich will mich auf deine Gnade stützen und wissen: Du bist da. Immer. Amen.

Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Gott hört dich

„Der HERR hört mein Flehen, mein Gebet nimmt der HERR an.“
– Psalm 6,10

Psalm 6 ist ein Hilferuf aus tiefster Not. David schreibt diesen Psalm, als er völlig am Ende ist – körperlich und seelisch erschöpft. Er fühlt sich von Gott entfernt, geplagt von Ängsten, Tränen und innerer Unruhe. Und doch spricht er in Vers 10 voller Zuversicht: „Der HERR hört mein Flehen.“ Mitten in der Dunkelheit hält er fest an der Hoffnung, dass Gott ihn nicht im Stich lässt.

Es gibt Zeiten im Leben, da scheint alles zu viel zu sein. Vielleicht kämpfst du gerade mit Sorgen, Leid oder innerer Leere. Du betest – aber es fühlt sich an, als käme nichts zurück. Genau dann ist dieser Vers eine Erinnerung: Gott hört dich. Auch wenn du kaum noch beten kannst. Auch wenn du nur weinst. Er nimmt dein Gebet an, selbst wenn es nur aus einem leisen „Hilf mir“ besteht.

Dieser Vers zeigt mir: Wir müssen nicht stark sein, um zu Gott zu kommen. Wir dürfen schwach sein. Gott verlangt keine perfekten Gebete, keine schönen Formulierungen – er will unser Herz. Und er nimmt uns an. Er ist nicht genervt von unserer Schwachheit. Im Gegenteil: Gerade darin zeigt er seine Nähe und Barmherzigkeit.

Wenn du das Gefühl hast, dein Gebet reicht nicht aus – bete trotzdem. Wenn du zweifelst, ob Gott dich hört – vertrau trotzdem. Und wenn du nur noch weinen kannst, dann tu es vor Gott. Er ist dir näher, als du denkst. Vielleicht verändert sich deine Situation nicht sofort. Aber du wirst merken: Du bist nicht allein.

Gottes Segen,

Ulrike

Gebet:
Herr, manchmal weiß ich nicht mehr weiter. Dann bleibt nur noch ein leises Rufen, ein Flehen aus der Tiefe meines Herzens. Danke, dass du mich trotzdem hörst. Danke, dass du mein Gebet annimmst – so unvollkommen es auch sein mag. Gib mir neue Hoffnung, wenn ich erschöpft bin, und erinnere mich daran: Ich bin in deiner Hand. Amen.

Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Erinnere dich an seine Wunder

„Ich denke an deine großen Taten, Herr, ich erinnere mich an die Wunder von früher.“ – Psalm 77,12

Kennst du diese Tage, an denen dein Herz schwer ist und du das Gefühl hast, Gott sei weit weg? Du betest, aber es fühlt sich an, als käme keine Antwort. Deine Gedanken kreisen, die Sorgen drücken, und du fragst dich: Wo bist du, Gott?

Genau in solchen Momenten kann dieser Vers aus Psalm 77 zu dir sprechen. Der Psalmbeter ist selbst in einer tiefen Krise. Er ringt mit Gott, stellt Fragen, fühlt sich verlassen. Aber dann trifft er eine Entscheidung: Ich erinnere mich an das, was du getan hast, Herr. Er blickt zurück – auf Gottes Taten, auf Wunder, auf seine Treue.

Auch du darfst dich erinnern. An Situationen, in denen Gott dich durchgetragen hat. An Gebete, die er erhört hat. An Zeiten, in denen du seine Nähe gespürt hast. Vielleicht sind es kleine Zeichen, ein Wort zur rechten Zeit, ein Mensch, der für dich da war, ein Moment der tiefen inneren Ruhe mitten im Sturm.

Wenn du zurückblickst, wird dir bewusst: Gott war schon so oft an deiner Seite. Er hat dich nie verlassen. Er hat dich geführt – durch tiefe Täler und über hohe Berge. Und er wird es wieder tun. Denn er ändert sich nicht. Seine Treue bleibt.

Was dieser Vers dir über Gott sagt:
Gott ist ein Gott der Geschichte – und deiner Geschichte. Er hat nicht nur früher Wunder getan, er wirkt auch heute noch. Er sieht dich, er hört dich, er meint es gut mit dir. Auch wenn du ihn gerade nicht fühlst, ist er da.

Was er dir über dich selbst sagt:
Du vergisst leicht, was Gott schon alles getan hat. In schweren Zeiten verlierst du manchmal den Blick für das, was hinter dir liegt. Aber du darfst dich bewusst entscheiden: Ich erinnere mich. Ich halte fest an dem, was ich mit Gott erlebt habe.

Was du im Alltag tun kannst:
Mach dir Gottes Wirken wieder bewusst. Vielleicht hilft es dir, dir schöne Erlebnisse mit Gott aufzuschreiben oder ein kleines „Erinnerungstagebuch“ zu führen. Lies alte Gebetsnotizen durch oder sprich mit anderen über das, was ihr mit Gott erlebt habt. Solche Erinnerungen schenken dir neue Hoffnung – gerade dann, wenn es dunkel ist.

Sei gesegnet,

Ulrike

Gebet:
Herr Jesus Christus, ich will mich erinnern an das, was du in meinem Leben getan hast. Du hast mich getragen, mir neue Kraft geschenkt, mir geholfen, wenn ich nicht weiterwusste. Danke für deine Treue. Hilf mir, nicht zu vergessen, wie gut du bist. Und schenke mir neuen Mut für das Heute, getragen von dem, was du schon gewirkt hast. Amen.

Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Warte auf den Herrn – und verliere nicht den Mut

Psalm 27,14:
„Hoffe auf den Herrn! Sei stark und fasse Mut, und hoffe auf den Herrn!“


Manchmal braucht es nur einen einzigen Satz, um mitten ins Herz zu treffen.
Psalm 27,14 ist für mich so ein Satz. Ein Vers, der mir in schweren Zeiten Halt gibt – und mich gleichzeitig herausfordert. Denn auf den Herrn zu hoffen, bedeutet nicht, dass alles sofort gut wird. Es bedeutet, zu vertrauen, auch wenn ich (noch) nichts sehe. Es bedeutet, zu warten – manchmal länger, als mir lieb ist.

David, der diesen Psalm geschrieben hat, war oft in Lebensgefahr, verfolgt und verzweifelt. Und trotzdem hält er an Gott fest. Er ruft sich selbst zu: „Hoffe auf den Herrn! Sei stark und fasse Mut!“ Das zeigt mir: Auch ein starker Glaube kennt Angst. Auch ein Mann nach dem Herzen Gottes musste sich selbst ermutigen.

Ich erkenne mich in diesen Worten wieder. Es gab in meinem Leben viele Situationen, in denen ich nicht wusste, wie es weitergeht. Wo ich mir gewünscht hätte, dass Gott sofort eingreift. Und doch hat mich genau dieses Warten oft näher zu ihm gebracht. In der Stille, in der Unsicherheit, ist mein Vertrauen gewachsen.

Gott handelt nicht immer in unserem Tempo – aber er kommt nie zu spät. Seine Zeit ist anders als unsere, aber sie ist gut. Wenn ich auf ihn hoffe, dann darf ich wissen: Ich warte nicht ins Leere. Ich warte auf den, der mich sieht, der mich liebt, der einen Plan für mein Leben hat.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben.
Mut bedeutet, der Angst mit Hoffnung zu begegnen. Mit der Hoffnung, dass Gott größer ist als alles, was mir Sorgen macht. Dass er Türen öffnen kann, wo ich nur Mauern sehe. Dass er Frieden schenkt, selbst wenn sich äußerlich nichts verändert.

Vielleicht bist du gerade in einer Situation, in der du das Gefühl hast, auf der Stelle zu treten. Du betest, du hoffst, aber es bewegt sich nichts. Dann möchte ich dich mit diesem Vers ermutigen: Gib nicht auf! Warte weiter auf den Herrn. Er ist bei dir. Auch im Warten. Auch in der Dunkelheit. Er sieht dich – und er kommt.


Ein kurzer Gedanke für dich:
Vielleicht kannst du dir diesen Vers heute bewusst zusprechen. Dir selbst sagen: „Ich hoffe auf den Herrn. Ich bin stark. Ich fasse neuen Mut.“ Meist beginnt die Veränderung nicht im Außen, sondern in unserem Herzen.

Gottes Segen,

Ulrike


Gebet:
Herr, ich danke dir, dass ich auf dich hoffen darf. Auch wenn ich nicht alles verstehe – ich vertraue dir. Schenke mir Geduld, wo ich warten muss, und neuen Mut, wenn meine Kraft schwindet. Hilf mir, an deiner Liebe festzuhalten. Du bist meine Hoffnung. Amen.


Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Gott, der Vater allen Trostes

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er ist der barmherzige Vater, der Gott, von dem aller Trost kommt“

Der Vers steht ganz am Anfang des zweiten Korintherbriefs. Paulus beginnt diesen Brief nicht mit Klagen oder Bitten, sondern mit einem Lobpreis an Gott – mitten in schwierigen Umständen. Nur ein paar Verse später spricht er von Bedrängnis, Leid und Trübsal, die er selbst erlebt hat. Und doch ruft er aus: „Gelobt sei Gott!“ Warum? Weil er erfahren hat, dass Gott ein barmherziger Vater ist – der Ursprung allen Trostes.

Was der Vers heute für mich bedeutet

Dieser Vers ist für mich wie eine warme Decke an einem kalten Tag. Er erinnert mich daran, dass ich nicht allein bin mit meinem Schmerz, meiner Angst oder meinen Zweifeln. Gott ist nicht ein ferner Gott, der sich nicht kümmert. Nein – er ist der Vater, der sieht. Der hört. Der nahe ist. Und der tröstet, wie es kein Mensch je könnte.

Es gibt Zeiten, in denen mein Herz schwer ist. Aber dann darf ich mich an diesen Vers halten: „Von ihm kommt aller Trost.“ Nicht ein bisschen Trost. Nicht nur ab und zu. Sondern aller Trost. Er ist die Quelle. Und diese Quelle versiegt nie.

Gott ist barmherzig. Das ist sein Wesen. Er ist nicht hart oder gleichgültig. Er ist ein Vater – mit einem Herz voller Liebe für seine Kinder. Wenn wir leiden, leidet er mit. Wenn wir weinen, sieht er unsere Tränen. Er will nicht, dass wir allein durch dunkle Täler gehen. Er will uns nahe sein und uns trösten. Das ist ein großes Geschenk. Und manchmal auch ein Geheimnis, das wir erst im Rückblick erkennen.

Ich darf mit allem zu Gott kommen. Mit meiner Freude – aber auch mit meinem Kummer. Ich muss nichts verstecken. Seine Arme sind offen. Und oft kommt sein Trost auf leisen Sohlen: durch ein gutes Wort, einen Menschen an meiner Seite, einen Sonnenstrahl, einen Bibelvers, der mein Herz trifft.

Ich will lernen, in schwierigen Momenten zuerst zu ihm zu gehen – nicht zuletzt. Ich will ihn loben, auch wenn mir nicht danach ist, weil ich weiß: Er ist da. Und er bleibt.

Und wenn ich selbst einmal jemanden trösten darf, dann will ich das nicht aus eigener Kraft tun, sondern aus der Kraft, mit der Gott mich getröstet hat. So wird sein Trost weitergegeben – von Herz zu Herz.

Vielleicht brauchst du gerade heute diesen Trost. Ich wünsche dir, dass du ihn ganz tief in deinem Herzen spürst. Du bist nicht allein. Gott sieht dich. Und er bleibt.

Mit herzlichen Grüßen,
Ulrike

.Gebet

Vater, ich danke dir, dass du der Gott allen Trostes bist. Du siehst mein Herz. Du weißt, wo es schmerzt. Und du kommst mir ganz nah – mit deiner Liebe, deiner Nähe und deinem Frieden. Lass mich deinen Trost erleben – mitten in allem, was mich bewegt. Und mach mich sensibel für die Menschen um mich herum, die ebenfalls deinen Trost brauchen. Danke, dass du nie fern bist. Amen.

Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Festhalten an der Hoffnung, die trägt

„Wenn wir aber auf etwas hoffen, das wir noch nicht sehen können, dann warten wir zuversichtlich und geduldig.“ (Römer 8,25)

Warten gehört zu den schwierigsten Dingen im Leben – vor allem, wenn wir nicht wissen, wie lange es noch dauert oder ob sich überhaupt etwas verändern wird. Ich kenne dieses Gefühl gut: das Hoffen auf etwas, das ich mir von Herzen wünsche, und gleichzeitig die Unsicherheit, ob sich mein Wunsch jemals erfüllt.

In solchen Zeiten spricht mich Römer 8,25 besonders an. Er erinnert mich daran, dass geduldiges Warten nicht bedeutungslos ist, sondern Ausdruck von Vertrauen. Ein Vertrauen, das nicht auf dem basiert, was ich sehe, sondern auf dem, wer Gott ist.

Dieser Vers hilft mir, meine Perspektive zu verändern – weg vom „Warum dauert es so lange?“ hin zum „Ich vertraue, dass Gott weiß, was er tut.“ Vielleicht brauchst du gerade auch so eine Erinnerung. Dann lies weiter – und lass dich ermutigen.

Römer 8 ist ein Kapitel voller Trost und Hoffnung. Paulus beschreibt hier die Spannungen, in denen wir als Gläubige leben: Einerseits erfahren wir die Zerbrechlichkeit dieser Welt – Schmerz, Leid, Unvollkommenheit. Andererseits haben wir die Verheißung von etwas viel Größerem: das neue Leben in Christus, die Erlösung, die noch kommen wird.

Ich finde es so tröstlich, dass Paulus hier nichts beschönigt. Er spricht ganz offen davon, dass das Leben manchmal schwer ist und wir seufzen – so wie auch die ganze Schöpfung seufzt. Und mitten hinein klingt dieser Vers wie ein Anker für meine Seele: eine Einladung zur geduldigen Hoffnung.

Geduldig zu hoffen – das ist oft gar nicht so leicht. Ich merke das besonders dann, wenn ich keine Veränderung sehe, obwohl ich bete und vertraue. In einer Welt, in der alles schnell gehen muss, wo ich am liebsten heute schon wüsste, wie sich alles entwickelt, fällt mir das Warten manchmal schwer. Und doch: Genau dazu lädt mich dieser Vers ein.

Zu hoffen auf das, was ich noch nicht sehen kann. Das ist eine Herausforderung – aber auch eine große Chance. Denn meine Hoffnung darf tiefer gehen als das Sichtbare. Sie darf sich gründen auf Gott – auf den, der über allem steht und den ich immer wieder neu vertrauen darf, auch wenn meine Umstände unklar sind.

Gott sieht das ganze Bild. Auch wenn ich oft nur einen kleinen Ausschnitt erkenne – vielleicht gerade nur Ungewissheit oder Dunkelheit – darf ich wissen: Gott weiß, was er tut. Und er lässt mich nicht allein in meinem Warten. Seine Zusagen gelten. Seine Verheißungen stehen. Auch wenn ich nicht immer verstehe, warum sich manches verzögert, weiß ich tief im Herzen: Mein Gott ist treu.

Das gibt mir Kraft, weiterzugehen. Auch dann, wenn sich meine Gefühle oder Gedanken dagegenstellen. Ich darf mich daran festhalten, dass Gottes Zeitplan oft anders ist als meiner – aber dass er immer besser ist.

Vielleicht wartest du – so wie ich in manchen Phasen meines Lebens – auf eine Antwort, auf Heilung, auf ein Wunder. Vielleicht fühlt sich dein Herz müde an vom Hoffen. Dann möchte ich dich ermutigen: Hör nicht auf zu vertrauen. Gib die Hoffnung nicht auf.

Ich habe erlebt, wie Gott Türen geöffnet hat, wo ich keine mehr gesehen habe. Und ich habe auch erlebt, dass manche Gebete (noch) nicht erhört wurden – und trotzdem hat Gott mir in der Wartezeit neue Kraft geschenkt.

Geduldig zu hoffen heißt für mich: nicht aufzugeben, sondern im Vertrauen weiterzugehen. Auch mit kleinen Schritten. Auch mit Tränen in den Augen. Es heißt: Ich halte fest an Gottes Güte – nicht, weil ich schon alles sehe, sondern weil ich glaube, dass er gut ist.

Gottes Segen, Ulrike

Gebet

Herr, du kennst mein Herz. Du weißt, wie schwer es mir manchmal fällt zu warten. Du siehst die Fragen, die Zweifel, die Ungeduld. Aber du siehst auch mein Vertrauen, mein kleines Hoffen, mein stilles Gebet. Ich lege mein Warten in deine Hände. Stärke mich mit deiner Zuversicht, fülle mich mit neuer Hoffnung und lehre mich, geduldig zu sein – weil ich weiß, dass du da bist. Amen.


Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

An der Quelle des Lebens

Psalm 36 ist ein Gebet von David. Er beschreibt darin den Unterschied zwischen Menschen, die ohne Gott leben, und jenen, die bei Gott Schutz suchen. Inmitten dieses Psalms leuchtet plötzlich dieses kostbare Bekenntnis auf: „Bei dir ist die Quelle des Lebens.“ Es ist ein Vers voller Hoffnung, Vertrauen und tiefer Gottesbeziehung.

David erkennt: Alles, was wirklich Leben schenkt, kommt von Gott.

Der Mensch sucht oft an vielen Orten nach Leben – nach Sinn, Erfüllung, Freude. Doch diese Welt hat viele trockene Brunnen. Was zunächst vielversprechend wirkt, entpuppt sich schnell als leer.
Aber hier in diesem Vers finden wir eine andere Wahrheit: Gott selbst ist die Quelle. Nicht ein Ort, nicht ein Zustand, nicht ein Gefühl – sondern eine Person.

In einer Zeit, in der vieles uns erschöpft, dürfen wir wissen: Bei Gott dürfen wir neu auftanken. Immer wieder. Sein Licht bringt Klarheit in unser Denken, sein Wasser stillt den Durst unserer Seele.

Gott möchte die Quelle unseres Lebens sein, die unseren Durst stillt. Er lädt uns ein, ganz nah zu ihm zu kommen. Er gibt nicht nur „ein bisschen“ Leben – er ist die Quelle des Lebens selbst. Er schenkt nicht nur ein Licht in der Dunkelheit – er ist das wahre Licht.

Und wir? Wir dürfen kommen, so wie wir sind. Dürstend, müde, suchend. Wir müssen nicht alles verstehen, nicht perfekt sein. Wir dürfen einfach sagen: „Herr, ich brauche dich.“

Mir hilft dieser Vers in schwierigen und herausfordernden Situationen in meinem Leben, wenn ich keine Antworten habe und nicht weiss, wohin mit meinen Fragen. Dann bete ich still; „Bei dir ist die Quelle des Lebens.“ – immer wieder.

Und ich erlebe, wie Gott mich neu erfüllt. . Nicht auf spektakuläre Weise. Sondern still, ganz tief im Inneren. In seiner Nähe werde ich wieder lebendig. Sein Licht erhellt meinen Weg Stück für Stück.

  • Wo spürst du gerade Durst in deiner Seele?
  • Wo fehlt dir Orientierung, Licht, Leben?
  • Was wäre, wenn du heute ganz bewusst zu dieser Quelle kommst – zu Gott selbst?

Du darfst einfach sagen:
„Herr, ich komme zu dir. Still meinen Durst.“


Gebet

Herr, du bist meine Quelle. Bei dir finde ich, was ich wirklich brauche. Du stillst meinen inneren Durst und schenkst mir Licht in dunklen Momenten. Ich möchte neu von dir empfangen – deine Liebe, deinen Frieden, deine Kraft. Danke, dass ich bei dir zur Ruhe kommen darf. Amen.


Wenn dich dieser Vers angesprochen hat, dann bleib an der Quelle. Bleib bei Jesus. Denn alles, was du suchst, findest du bei ihm.

„Bei dir ist die Quelle des Lebens…“ – diese Wahrheit trägt. Jeden Tag neu.

Gottes Segen,

Ulrike

Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Kennst du den, der treu ist?

Gerade in Krisenzeiten stellt sich oft die Frage: Auf wen oder was kann ich hoffen? Wer gibt mir Sicherheit? Worauf kann ich mich wirklich verlassen?
Ein gutes soziales Umfeld, Familie und Freunde sind dabei eine große Hilfe. Aber vielleicht hast du auch schon erlebt, dass Menschen dich enttäuscht oder sogar verlassen haben.

In uns Menschen steckt eine tiefe Sehnsucht nach Sicherheit – nach einem Ort oder einer Person, die beständig ist.
Doch manche Hoffnungen, die wir auf Menschen oder Umstände setzen, erfüllen sich nicht – oder sie zerbrechen mit der Zeit.
Aber es gibt einen, der uns nie verlässt: Gott selbst.

Psalm 9 ist ein Danklied Davids nach einem Sieg über seine Feinde. Er lobt Gott für sein gerechtes Handeln und seine Treue. David bezeugt: Gott vergisst die Unterdrückten nicht. Er ist ein sicherer Zufluchtsort in Zeiten der Not. (Vers 10)

Gott kennt die, die ihn suchen – und er lässt sie nicht im Stich.

Gott sehnt sich nach Gemeinschaft mit uns Menschen. Wer zu ihm kommt, den wird er nicht abweisen, sondern als sein Kind aufnehmen.

Er ist verlässlich, treu und beständig.

Wer auf ihn vertraut, wird nicht enttäuscht – selbst wenn die Umstände schwierig sind.
Ich habe es selbst erlebt: Immer wieder hat mir Jesus inmitten von Herausforderungen seinen übernatürlichen Frieden geschenkt.

Gottes Name steht für sein Wesen: Liebe, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue.
Er ist ein Zufluchtsort für alle, die ihn aufrichtig suchen.

Wir sind Suchende – Menschen, die sich nach Halt, Sicherheit und Sinn sehnen.
Es braucht eine Beziehung zu Gott. „Die deinen Namen kennen“ heißt: ihn nicht nur vom Hörensagen kennen, sondern aus eigener Erfahrung.
Vertrauen wächst durch Begegnung mit Gott – und durch das Erinnern an seine Treue.
Hoffnung ist keine Theorie, sondern eine tragende Kraft, wenn wir Gott kennen.


💡 Wie kannst du Gott im Alltag suchen und Gemeinschaft mit ihm leben?

  • Lade Jesus in dein Herz ein. Übergib ihm dein Leben – denn er ist der Weg zum Vater. „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ – Johannes 14,6
    Jesus ist für dich und mich am Kreuz gestorben. Er hat unsere Schuld getragen – und wer an ihn glaubt, hat freien Zugang zu Gott.
  • Suche Gott im Alltag: durch Gebet, Bibellesen, Lobpreis, Stille und ehrliche Gespräche mit ihm.
  • Erinnere dich an Gottes Treue – z. B. durch ein Tagebuch, in dem du aufschreibst, wie er dir geholfen hat.
  • Bewahre die Hoffnung, auch wenn sich nicht sofort alles ändert – denn du weißt, wer Gott ist.
  • Lerne Gottes Wesen kennen – beschäftige dich mit seinem Namen, seinem Charakter, seinem Handeln.
  • Teile deine Hoffnung mit anderen – sie trägt nicht nur dich, sondern kann auch anderen neuen Mut schenken.

Im Zweifel darf unser Gebet ganz einfach sein:
„Ich kenne dich, Herr – du wirst mich nicht verlassen.“

Gottes Segen,

Ulrike


🙏 Gebet

Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Gott schreibt auch mit krummen Linien gerade

„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.“
Jesaja 55,8


Wenn das Leben anders läuft als geplant

Ich weiß nicht, wie es dir geht – aber ich hatte Phasen in meinem Leben, in denen ich dachte:
„So habe ich mir das wirklich nicht vorgestellt.“

Und ich habe mich gefragt, warum Gott das zulässt. Warum der Weg so kompliziert sein muss, wenn ich doch mit ganzem Herzen versuche, ihm zu vertrauen.

Vielleicht kennst du solche Gedanken auch.


Gott sieht das Ganze

Trotz all dieser Fragen durfte ich eines immer wieder neu erfahren:
Gott schreibt auch mit krummen Linien gerade.

In der Bibel finden sich viele Geschichten von Menschen, deren Leben alles andere als glatt verlief. Josef zum Beispiel – verkauft von den eigenen Brüdern, zu Unrecht im Gefängnis. Und doch gebraucht Gott genau diesen Weg, um Großes zu bewirken.

Das tröstet mich. Denn es zeigt:
Gott braucht keine perfekten Lebensläufe, um sein Ziel zu erreichen. Auch meine Umwege kann er gebrauchen.


Deine Geschichte hat Bedeutung

Wenn ich auf meine eigene Geschichte schaue, erkenne ich rückblickend oft:
Was mir damals wie ein Rückschritt erschien, war in Wirklichkeit ein Schritt nach vorne – nur in eine andere Richtung.
Nicht immer sofort sichtbar. Aber im Nachhinein erkennbar.


Hoffnung auf jedem Weg

Ich lerne gerade neu, Geduld zu haben mit mir selbst – und mit Gottes Tempo.
Seine Wege sind nicht immer meine. Aber sie sind gut.
Und ich will ihm vertrauen, dass er meine Geschichte weiterführt.
Nicht trotz der Brüche – sondern gerade durch sie hindurch.

Vielleicht nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe –
aber besser. Tiefer. Wahrer.

Vielleicht ist es bei dir gerade ähnlich. Vielleicht siehst du den Sinn noch nicht.
Doch ich möchte dich ermutigen: Gib Gott Raum, dein Leben zu gestalten – auch dort, wo du selbst nicht mehr weiterweißt.

Gottes Segen,

Ulrike


Gebet

Herr, manchmal verstehe ich deinen Weg mit mir nicht. Manches wirkt wirr, verwirrend oder einfach schwer.
Aber ich glaube: Du hast den Überblick.
Du kannst auch aus meinen Umwegen etwas Gutes entstehen lassen.
Hilf mir, dir zu vertrauen – auch dann, wenn ich den nächsten Schritt nicht sehe.
Danke, dass du meine Geschichte in deinen Händen hältst. Amen.

Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.

Dranbleiben im Glauben

„Seid wachsam, steht fest im Glauben, seid mutig, seid stark!“
(1. Korinther 16,13)

Als ich diesen Vers gelesen habe, ist mir sofort ein Wort eingefallen: Dranbleiben. Dranbleiben im Glauben – auch wenn es schwerfällt. Auch wenn Schwierigkeiten kommen. Auch wenn ich mich schwach fühle oder alles in mir schreit, aufzugeben.

Dieser Vers steht am Ende des ersten Korintherbriefs. Paulus schreibt ihn an eine Gemeinde, die mit vielen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Es gab Streit, Unsicherheit, sogar falsche Lehren. Und genau in diese Unsicherheit hinein ruft Paulus: Seid wachsam! Steht fest im Glauben! Seid mutig! Seid stark!

Das ist kein harter Befehl – für mich klingt es wie eine liebevolle, eindringliche Ermutigung eines Freundes. Wie jemand, der weiß, wie zerbrechlich unser Glaube manchmal sein kann. Der selbst erlebt hat, wie leicht wir durch Sorgen, Lügen oder schwierige Zeiten den Blick auf Jesus verlieren.

Ich kenne das so gut. Es gibt Tage, da flüstert mir der Feind ins Ohr: „Gott hat dich vergessen. Deine Gebete bringen nichts.“ Und dann spüre ich, wie wichtig es ist, wachsam zu sein. Nicht alles zu glauben, was sich in meinen Gedanken breitmacht. Sondern die Wahrheit zu suchen – in Gottes Wort. Die Bibel ist meine Waffe, wenn der Feind kommt. Sie erinnert mich daran, wer ich bin: Ein Kind Gottes. Geliebt. Gehalten. Nie allein.

Gott selbst fordert mich in diesem Vers auf: Bleib stark. Habe Mut. Vertraue mir. Nicht, weil ich alles aus mir selbst schaffen muss, sondern weil er mir die Kraft gibt. Ich darf in seiner Stärke leben, nicht in meiner.

Und ich merke immer wieder: Ich brauche Gemeinschaft. Ich brauche andere Christen um mich herum, die mit mir beten, mich ermutigen, mir Wahrheit zusprechen. Wenn ich mich zurückziehe, werde ich angreifbarer. Aber wenn ich in der Gemeinschaft bleibe, stehe ich unter einem besonderen Schutz. Denn Gott wirkt durch seine Gemeinde.

Was bedeutet dieser Vers für meinen Alltag?

  • Ich will aufmerksam bleiben – nicht alles glauben, was mir meine Gefühle sagen.
  • Ich will fest stehen im Glauben – selbst wenn meine Welt wankt.
  • Ich will mutig sein – weil Jesus bei mir ist.
  • Ich will stark sein – nicht aus eigener Kraft, sondern in seiner.

Und ich will immer wieder den Blick auf Jesus richten. Nicht auf meine Sorgen, meine Schwächen oder das Chaos um mich herum. Sondern auf den, der mich liebt und nie loslässt.


Gebet:

Jesus, ich danke Dir, dass Du mir Mut machst. Du weißt, wie oft ich mich schwach fühle. Aber Du sagst: Sei stark. Halte fest. Vertraue mir. Herr, hilf mir, wachsam zu bleiben, Deiner Wahrheit zu glauben und mich nicht von den Lügen des Feindes einschüchtern zu lassen. Stärke meinen Glauben, Herr. Lass mich mutig vorangehen, mit meinem Blick fest auf Dich gerichtet. Danke, dass ich nicht allein kämpfe. Amen.


Vielleicht geht es dir gerade wie mir an manchen Tagen – du fühlst dich müde oder angegriffen im Glauben. Dann möchte ich dich mit diesem Vers ermutigen: Bleib dran! Gott sieht dich. Er geht mit dir. Du bist nicht allein. Sei wachsam, steh fest im Glauben, sei mutig, sei stark – nicht, weil du perfekt bist, sondern weil Gott mit dir ist.

Von Herzen,
deine Ulrike


Amen.


Wenn dir meine Beiträge gefallen und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine freiwillige Spende. Jeder Beitrag hilft, meine Arbeit weiterzuführen.