Psalm 68,20 – „Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Lasten.“
Psalm 68 ist ein Lobpsalm, in dem David Gottes mächtiges Eingreifen und seine Fürsorge für sein Volk besingt. Es ist ein Psalm voller Kraft: Gott führt, rettet, trägt und kämpft für die Seinen. Inmitten dieses starken Bekenntnisses steht der Satz aus Vers 20 – eine Verheißung, die in den Alltag hineinleuchtet: Gott trägt. Nicht nur einmal, nicht nur in besonderen Momenten – Tag für Tag.
Wir alle tragen Lasten. Manche sichtbar, manche tief im Herzen. Manche leicht, andere so schwer, dass wir kaum einen Schritt weitergehen können.
Dieser Vers erinnert uns daran, dass wir Lasten nicht allein tragen müssen. Gott sieht, was wir schultern, und er bietet uns seine Stärke an. Heute. Morgen. Jeden Tag neu.
Es ist ein Vers, der uns einlädt, das, was uns bedrückt, bewusst bei Gott abzugeben – auch wenn es jeden Morgen wiederkommt.
Dieser Vers zeigt Gottes Herz:
Er ist kein ferner Beobachter, sondern ein tragender Gott.
Ein Gott, der sich nicht zu schade ist, unsere Lasten auf seine Schultern zu nehmen.
Und er weiß genau, wie schwer sie für uns sind. Er verlangt nicht, dass wir „stark sein“ müssen – er ist die Stärke, die uns trägt.
Wir Menschen hingegen versuchen oft, alles allein zu schaffen. Wir wollen funktionieren, nicht zur Last fallen, unseren Weg selbst meistern. Doch Gott sagt: „Lass mich deine Last tragen. Dafür bin ich da.“
Praktische Anwendung im Alltag
Vielleicht hilft eine tägliche kleine Übung:
Am Morgen oder Abend bewusst innehalten und Gott sagen, was heute schwer war. Was drückt. Was Sorgen macht.
Und dann bewusst loslassen – manchmal ist das ein leises Gebet, manchmal ein tiefes Ausatmen.
Ich selbst merke immer wieder, dass ich Lasten mit mir herumtrage, ohne es zu merken. Und erst wenn ich sie Gott hinlege, kommt Ruhe in mein Herz. Manchmal sofort, manchmal Schritt für Schritt. Aber ich habe erlebt: Er trägt wirklich.
Auch du darfst lernen, nicht alles selbst stemmen zu müssen. Gott geht mit dir – Tag für Tag.
Gebet
Herr, danke, dass Du mich jeden Tag trägst. Danke, dass ich mit allem zu Dir kommen darf – mit meinen Sorgen, meinen Ängsten, meinen Gedanken und meinem Herzen. Hilf mir, meine Lasten nicht allein zu tragen, sondern sie in Deine starken Hände zu legen. Stärke mich dort, wo ich schwach bin, und schenke mir Vertrauen, dass Du mich Tag für Tag hältst. Amen.
Liebe Leserinnen und Leser,
vielleicht tragt ihr gerade etwas, das euch niederdrückt oder müde macht. Ich möchte euch ermutigen: Ihr müsst das nicht allein tun. Gott sieht euch – und er trägt euch durch. Öffnet ihm euer Herz, erzählt ihm, was euch bewegt, und vertraut darauf, dass seine Kraft größer ist als jede Last.
Von Herzen viel Segen für euch!
Ulrike


