Gott ist da – näher als du fühlst

Psalm 145,18 – „Der HERR ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen.“

Psalm 145 ist ein Lobpreispsalm von David – ein Lied über Gottes Größe, Güte und Treue. David beschreibt einen Gott, der nicht fern und unnahbar ist, sondern voller Liebe auf die Menschen schaut. Inmitten dieser Worte steht die Verheißung, dass Gott nahe ist allen, die ihn anrufen. Ein Gott, der hört. Ein Gott, der reagiert. Ein Gott, der sich finden lässt.

Wir leben in einer Zeit, in der sich viele Menschen einsam, überfordert oder innerlich leer fühlen. Beziehungen zerbrechen, Umstände drücken, Sorgen nehmen zu. In all dem verspricht dieser Vers: Du rufst – und Gott ist da.
Nicht irgendwann. Nicht vielleicht. Sondern nah.
Wir müssen uns seine Nähe nicht verdienen und ihn nicht mit den richtigen Worten beeindrucken. Ein ehrliches, vielleicht sogar schwaches Gebet reicht aus – und Gott ist nicht weit weg, sondern kommt uns entgegen.

Der Vers zeigt zwei Dinge:

  • Gott ist ein naher Gott. Er ist nicht weit entfernt, nicht kalt, nicht abwesend. Er sehnt sich danach, in Beziehung mit uns zu leben.
  • Wir dürfen ihn anrufen – mit allem, was wir sind. Gott sucht kein perfektes Gebet, sondern ein echtes Herz. Wenn wir ihn ernstlich suchen, wenn wir uns ihm öffnen, kommt er uns entgegen. Seine Nähe ist kein Gefühl, sondern eine Zusage.

Für mich persönlich ist das ein Vers, der mich immer wieder beruhigt. Es gibt Tage, an denen meine Worte nicht reichen und mein Herz schwer ist. Aber ich weiß: Ich muss nicht stark sein, um Gott nahe zu kommen. Ich darf einfach rufen – und er ist da. Diese Gewissheit trägt mich.

Praktische Anwendung im Alltag

  • Rufe Gott im Alltag an. Im Auto, beim Kochen, im Stress, in der Freude. Ein kurzer Satz reicht: „Herr, ich brauche Dich.“
  • Vertraue darauf, dass Er da ist – auch wenn du es nicht fühlst. Seine Nähe hängt nicht an deiner Stimmung.
  • Mach kleine Gebetsinseln in deinem Tag. Ein paar Minuten morgens, ein kurzes Danke zwischendurch, ein bewusstes Übergaben am Abend.
  • Teile Gott deine echten Gedanken mit. Sag ihm, was dich drückt, was du dir wünschst, was dich verletzt. Gott hält das aus – und er hört.

Gottes Segen, Ulrike

Gebet

Herr, danke, dass Du ein naher Gott bist. Danke, dass ich Dich anrufen darf, jederzeit und mit allem, was mich bewegt. Ziehe mein Herz immer wieder zu Dir. Lass mich Deine Nähe spüren und Dein Wirken erkennen. Schenke mir Vertrauen, auch an den Tagen, an denen ich Dich nicht fühle. Sei mir nahe – heute und jeden Tag. Amen.

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Meine Pläne in Gottes Hand

„Vertraue dem Herrn deine Pläne an, er wird dir Gelingen schenken.“ (Sprüche 16,3)


Das Buch der Sprüche ist voller Weisheiten, die für das alltägliche Leben gedacht sind. In Kapitel 16 geht es darum, wie wir mit unseren Plänen umgehen sollen. Der Vers erinnert daran, dass Gelingen nicht in unserer Hand liegt, sondern bei Gott. Er ist es, der unsere Wege lenkt und unsere Vorhaben segnet.


Wir leben in einer Zeit, in der Planen und Organisieren einen großen Stellenwert hat. Termine, Ziele, Projekte – alles soll möglichst reibungslos funktionieren. Doch wie oft kommt es anders als gedacht? Sprüche 16,3 lädt uns ein, Gott bewusst in unsere Pläne einzubeziehen. Das bedeutet nicht, dass alles so läuft, wie wir es wollen, aber dass Gottes guter Wille geschieht – und das gibt Gelingen im tiefsten Sinn.


Gott ist kein Zuschauer am Rand unseres Lebens. Er möchte mitten drin sein, in unseren großen Entscheidungen genauso wie in unseren kleinen Aufgaben. Wir dürfen unsere Werke ihm anbefehlen, weil er es gut mit uns meint und uns den besten Weg zeigen will.


Ganz praktisch heißt das: bevor wir etwas anfangen – sei es ein Arbeitstag, ein Gespräch oder ein neues Projekt – dürfen wir es Gott hinlegen. Ich habe erlebt, dass ein kurzer Moment des Gebets meine Sicht verändert: Die Last liegt nicht nur auf meinen Schultern, sondern ich darf vertrauen, dass Gott führt. Auch wenn nicht alles nach meinen Vorstellungen läuft, weiß ich, dass er seinen guten Plan darin verfolgt.

Gebet
Herr, ich lege dir meine Pläne, Aufgaben und Wege hin. Hilf mir, dir zu vertrauen und nicht auf meine eigene Kraft zu bauen. Segne, was ich tue, und lass dein Wille geschehen – denn dein Plan ist besser als meiner. Amen.

Gottes Segen,

Ulrike

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Glaube, der Berge versetzt

„Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet – glaubt, dass ihr es empfangen habt, und ihr werdet es bekommen.“
(Markus 11,24)

Es gibt Situationen im Leben, in denen alles gegen uns zu sprechen scheint. In denen wir keine Lösung sehen, keinen Ausweg, keine Veränderung. Und doch spricht Jesus in diesem Vers eine kraftvolle Wahrheit aus: Wenn wir beten, sollen wir glauben – glauben an das, was wir noch nicht sehen, noch nicht fühlen, noch nicht erleben.

Glaube an das, was noch nicht ist, damit es werden kann.
Das ist keine Vertröstung. Es ist eine Einladung. Eine Einladung, mit dem Herzen zu sehen, was Gott schon vorbereitet hat – auch wenn es für unsere Augen noch unsichtbar ist.

Jesus fordert uns heraus, mit einer Haltung zu beten, die fest damit rechnet, dass Gott hört. Dass Er eingreift. Dass Er wirkt. Und genau das ist der Unterschied zwischen einem Gebet, das nur gesprochen wird, und einem Gebet, das von echtem Vertrauen getragen wird.

Glaube versetzt Berge.
Vielleicht stehst du gerade vor einem Berg. Einem Berg aus Angst, Zweifel, Krankheit oder Sorgen. Und du weißt nicht, wie du ihn überwinden sollst. Dann erinnert dich Jesus heute: Dein Glaube ist kein kleiner Funke, der verpufft – er ist wie ein Samen, der wächst. Wenn du im Gebet sprichst und im Herzen glaubst, kann dieser Glaube Berge versetzen.

Nicht, weil du stark bist – sondern weil Gott stark ist.

Das bedeutet nicht, dass alles sofort geschieht.
Manchmal dauert es. Manchmal verändert sich zuerst unser Inneres, bevor sich die Umstände verändern. Aber das Gebet im Glauben setzt etwas in Bewegung – in uns, in anderen, in der unsichtbaren Welt.

Wenn wir glauben, dass wir empfangen haben, leben wir schon jetzt in der Erwartung, dass Gottes Verheißungen wahr werden.

Nicht aus eigener Kraft. Sondern weil wir unser Herz auf den richten, der treu ist.

Gottes Segen,

Ulrike


Gebet:
Herr, ich danke Dir, dass ich im Gebet mit allem zu Dir kommen darf. Schenke mir Glauben – Glauben, der auf Dich vertraut, auch wenn ich noch nichts sehe. Du kennst meine Berge. Ich lege sie in Deine Hände. Ich will glauben, dass Du Wege bahnst, Wunder tust und mein Herz stärkst. Hilf mir, Dir zu vertrauen – heute und morgen. Amen.

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Gott hört dich

„Der HERR hört mein Flehen, mein Gebet nimmt der HERR an.“
– Psalm 6,10

Psalm 6 ist ein Hilferuf aus tiefster Not. David schreibt diesen Psalm, als er völlig am Ende ist – körperlich und seelisch erschöpft. Er fühlt sich von Gott entfernt, geplagt von Ängsten, Tränen und innerer Unruhe. Und doch spricht er in Vers 10 voller Zuversicht: „Der HERR hört mein Flehen.“ Mitten in der Dunkelheit hält er fest an der Hoffnung, dass Gott ihn nicht im Stich lässt.

Es gibt Zeiten im Leben, da scheint alles zu viel zu sein. Vielleicht kämpfst du gerade mit Sorgen, Leid oder innerer Leere. Du betest – aber es fühlt sich an, als käme nichts zurück. Genau dann ist dieser Vers eine Erinnerung: Gott hört dich. Auch wenn du kaum noch beten kannst. Auch wenn du nur weinst. Er nimmt dein Gebet an, selbst wenn es nur aus einem leisen „Hilf mir“ besteht.

Dieser Vers zeigt mir: Wir müssen nicht stark sein, um zu Gott zu kommen. Wir dürfen schwach sein. Gott verlangt keine perfekten Gebete, keine schönen Formulierungen – er will unser Herz. Und er nimmt uns an. Er ist nicht genervt von unserer Schwachheit. Im Gegenteil: Gerade darin zeigt er seine Nähe und Barmherzigkeit.

Wenn du das Gefühl hast, dein Gebet reicht nicht aus – bete trotzdem. Wenn du zweifelst, ob Gott dich hört – vertrau trotzdem. Und wenn du nur noch weinen kannst, dann tu es vor Gott. Er ist dir näher, als du denkst. Vielleicht verändert sich deine Situation nicht sofort. Aber du wirst merken: Du bist nicht allein.

Gottes Segen,

Ulrike

Gebet:
Herr, manchmal weiß ich nicht mehr weiter. Dann bleibt nur noch ein leises Rufen, ein Flehen aus der Tiefe meines Herzens. Danke, dass du mich trotzdem hörst. Danke, dass du mein Gebet annimmst – so unvollkommen es auch sein mag. Gib mir neue Hoffnung, wenn ich erschöpft bin, und erinnere mich daran: Ich bin in deiner Hand. Amen.

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Gott hört mich

„Und das ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben: Wenn wir etwas nach seinem Willen bitten, so hört er uns.“
– 1. Johannes 5,14

Der Vers stammt aus dem ersten Johannesbrief. Johannes schreibt an Menschen, die an Jesus glauben – um ihnen Mut zu machen, in ihrem Glauben festzubleiben. Er erinnert sie daran, dass sie zu Gott gehören und dass sie sich auf ihn verlassen können. Besonders am Ende seines Briefes will Johannes zeigen, dass wir eine feste Hoffnung haben dürfen: Gott ist da. Er liebt uns. Und er hört uns.

Wenn ich diesen Vers lese, dann spüre ich: Mein Gott ist kein ferner, gleichgültiger Gott. Er ist mein Vater. Und ein Vater, der seine Kinder liebt, hört zu. Er hat offene Ohren und ein weites Herz für das, was mich beschäftigt. Ich darf mit allem zu ihm kommen – mit meinen Sorgen, meinen Fragen, meinen Träumen. Gott ist nicht genervt von meinem Gebet. Im Gegenteil: Er freut sich, wenn ich mit ihm rede.

Und das berührt mich. Weil ich weiß: Ich bin ihm nicht egal. Er meint es gut mit mir. Er wird mir nichts vorenthalten, was mir wirklich gut tut.

Ich gehöre zu Gott. Ich bin sein Kind – nicht, weil ich perfekt bin oder alles richtig mache, sondern weil ich ihm mein Leben anvertraut habe. Ich darf mit Zuversicht beten. Nicht aus Angst, nicht aus Zwang, sondern weil ich weiß, dass er mich liebt.

Diese Gewissheit gibt mir Ruhe. Ich muss keine ausgefeilten Gebete sprechen, keine religiösen Rituale einhalten. Ich darf einfach ehrlich sein. Offen. So wie ich bin. Und Gott hört mich – wenn mein Gebet seinem Willen entspricht, wird er es erhören. Davon bin ich überzeugt.

Was ich im Alltag daraus mitnehme

Ich will beten – nicht nur dann, wenn es mir schlecht geht, sondern in jeder Lebenslage. Und ich will lernen, immer mehr im Vertrauen zu leben. Nicht alles in meinem Leben läuft so, wie ich es mir wünsche. Manche Bitten bleiben scheinbar unerhört. Aber ich will nicht aufgeben. Ich will glauben, dass Gott mich sieht, dass er mein Herz kennt und dass er weiß, was gut für mich ist.

Ich darf ihm alles bringen: Meine Angst, meine Zweifel, meine Freude, meine Sehnsucht. Und ich will mich immer wieder fragen: Gott, was willst du? – denn ich glaube, dass seine Pläne besser sind als meine.

Meine persönlichen Erfahrungen

Ich habe erlebt, wie Gott Gebete erhört hat. Mal auf eine leise, sanfte Art – mal völlig überraschend. Manchmal habe ich erst im Nachhinein erkannt, dass seine Antwort viel besser war als das, worum ich ursprünglich gebeten hatte.

Ich habe aber auch Zeiten erlebt, in denen ich das Gefühl hatte, mein Gebet prallt ab. Und doch hat sich mit der Zeit etwas verändert: Nicht immer die Umstände, aber mein Herz. Ich bin ruhiger geworden. Getragener. Und genau das ist vielleicht die größte Gebetserhörung überhaupt: dass ich Gottes Nähe spüre – selbst im Sturm.

Ein paar Worte an dich

Vielleicht betest du schon lange für etwas und fragst dich, ob Gott dich überhaupt hört. Oder du traust dich gar nicht erst zu beten, weil du meinst, du bist nicht gut genug. Ich möchte dir sagen: Du bist Gottes Kind. Wenn du dein Leben Jesus anvertraut hast, dann bist du Teil seiner Familie. Und als sein Kind darfst du zu ihm kommen – jeden Tag, mit allem, was in deinem Herzen ist.

Er hört dich. Und er liebt dich.

Gottes Segen,

Ulrike

Gebet:
Vater, ich danke dir, dass ich dein Kind sein darf. Danke, dass ich mit allem zu dir kommen kann. Hilf mir, dir zu vertrauen – auch dann, wenn ich deine Antwort nicht gleich erkenne. Schenke mir ein offenes Herz für deinen Willen und Mut, dran zu bleiben im Gebet. Ich weiß: Du meinst es gut mit mir. Amen.

Wenn dein Herz spricht, hört Gott zu

„Der HERR ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen.“

Dieser Vers ist für mich wie eine liebevolle Umarmung Gottes. Er zeigt mir, wie sehr Gott sich nach echter Beziehung sehnt. Er ist nicht weit weg. Kein ferner, unnahbarer Gott. Nein, er ist nahe – ganz besonders dann, wenn wir mit ehrlichem Herzen zu ihm kommen.

Gott interessiert sich nicht für schöne, perfekt formulierte Gebete. Er will unser echtes Herz. Mit all dem, was darin ist: Freude, Dankbarkeit, aber auch Zweifel, Angst, Traurigkeit. Wenn wir ehrlich vor ihn treten – so, wie wir wirklich sind – dann kommt er uns ganz nah.

Dieser Vers sagt viel über Gottes Wesen aus. Er ist ein liebevoller Vater, der uns zuhört. Der sich nicht abwendet, wenn wir weinen. Der nicht genervt ist, wenn wir zum zehnten Mal mit der gleichen Sorge kommen. Im Gegenteil: Er freut sich über unsere Nähe.

Und über uns Menschen sagt der Vers: Wir dürfen beten. Wir dürfen zu Gott sprechen, so wie wir können. Es braucht keine perfekte Sprache, keine bestimmte Haltung – nur Ehrlichkeit. Gott will unser echtes Herz, nicht eine aufgesetzte Maske.

Im Alltag heißt das für mich: Ich darf jederzeit mit Gott reden. Beim Spazierengehen, beim Abwasch, im Bett, im Auto. Ich darf ehrlich sagen, was mich bewegt – auch wenn ich manchmal keine Antwort habe. Ehrliches Gebet bringt Nähe.

Wenn du das nächste Mal betest, versuch es mal ganz einfach: Sprich mit Gott wie mit einem guten Freund. Halte nichts zurück. Und du wirst erleben: Er ist da. Er hört dich. Und er ist dir näher, als du denkst.

Gebet:
Gott, danke, dass du mir nahe bist, wenn ich ehrlich zu dir komme. Du siehst mein Herz. Du kennst meine Gedanken. Schenk mir den Mut, ehrlich mit dir zu reden – auch wenn ich nicht immer die richtigen Worte finde. Danke, dass du mich annimmst, so wie ich bin. Amen.

Für dich:
Du musst nicht perfekt sein, um mit Gott zu reden. Sei einfach du selbst. Gott wartet auf dich – und er freut sich, wenn du kommst.

Gottes Segen,

Ulrike

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