Wenn wir Gottes Güte entdecken

„Dankt dem HERRN, ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt!“ – Psalm 105,1


Psalm 105 ist ein Lobpsalm. Das Volk Israel erinnert sich darin an alles, was Gott für sie getan hat. Der Psalm erzählt von Gottes Treue durch viele Generationen hindurch – von seinen Wundern, seiner Führung und seinem Eingreifen in der Geschichte seines Volkes.

Der Psalm beginnt mit einer Einladung: Dankt Gott. Ruft zu ihm. Erzählt weiter, was er getan hat.

Glaube war im Volk Israel nie nur eine private Sache. Gottes Taten sollten weitererzählt werden – von einer Generation zur nächsten und auch zu anderen Völkern.


Auch heute tut Gott noch Wunder. Vielleicht nicht immer spektakulär vor den Augen aller, aber oft mitten in unserem persönlichen Leben.

Ich habe selbst erlebt, wie Gott Türen geöffnet hat, wo ich keine Lösung mehr gesehen habe. Wie er Kraft gegeben hat, als ich dachte, ich schaffe es nicht mehr. Wie er Frieden geschenkt hat, mitten in Sorgen.

Wenn wir anfangen, auf Gottes Wirken zu achten, merken wir: Unser Leben ist voller Spuren seiner Güte.

Psalm 105 erinnert uns daran, dass wir diese Erfahrungen nicht für uns behalten sollen. Wir dürfen davon erzählen.


Dieser Vers zeigt uns etwas Wunderbares über Gott:
Gott handelt. Er greift ein. Er wirkt in dieser Welt und im Leben von Menschen.

Und er möchte, dass wir seine Taten nicht vergessen.

Wir Menschen dagegen neigen dazu, schnell weiterzugehen. Wir erleben etwas Gutes – und kurze Zeit später haben wir es schon wieder vergessen.

Darum lädt uns Gott ein:
Erinnert euch. Dankt mir. Erzählt anderen davon.

Wir sind nicht nur geschaffen, um zu leben und unseren Alltag zu bewältigen. Wir sind geschaffen, um Gott zu erkennen, ihm zu danken und seine Größe weiterzuerzählen.


Vielleicht lohnt es sich, heute einmal kurz innezuhalten und sich zu fragen:

Wo habe ich Gottes Güte in meinem Leben erlebt?

Vielleicht war es Bewahrung in einer schwierigen Situation.
Vielleicht eine unerwartete Hilfe.
Vielleicht ein Mensch, der genau zur richtigen Zeit da war.
Vielleicht ein neuer Mut in einer schweren Phase.

Wenn wir darüber nachdenken, wächst Dankbarkeit in unserem Herzen.

Und vielleicht gibt es auch jemanden in unserem Umfeld, der gerade Ermutigung braucht. Dann können wir einfach erzählen, was wir selbst erlebt haben.

Nicht kompliziert. Nicht perfekt. Einfach ehrlich.

Denn unsere Erfahrungen mit Gott können anderen Menschen Hoffnung geben.


Gebet

Herr, ich danke dir für deine Güte in meinem Leben.
Für all die kleinen und großen Wunder, die ich oft viel zu schnell vergesse.
Hilf mir, deine Taten nicht für mich zu behalten, sondern davon zu erzählen.
Schenke mir offene Augen für dein Wirken und ein dankbares Herz.
Und gebrauche mein Leben, damit andere Menschen sehen können, wie gut du bist.
Amen.


Zum Schluss möchte ich dich persönlich fragen:

Hast du in deinem Leben schon einmal erlebt, dass Gott dir geholfen hat?
Dass er dich getragen oder geführt hat?

Dann behalte es nicht für dich.

Vielleicht wartet irgendwo ein Mensch genau auf diese Hoffnung.

Erzähl von Gottes Güte. Denn Gott ist gut.

Gottes Segen,

Ulrike

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Dankbarkeit verändert mein Herz

Ich will den HERRN loben und nie vergessen, wie viel Gutes er mir getan hat

Diesen Vers aus Psalm 103,2 trage ich in meinem Herzen. Er erinnert mich daran, wie wichtig es ist, nicht zu vergessen, was Gott schon alles in meinem Leben getan hat – besonders in schwierigen Zeiten.

Psalm 103 ist ein Lied des Königs David, voller Lob und Dankbarkeit für Gottes Güte. David beginnt den Psalm mit den Worten: „Lobe den HERRN, meine Seele!“ Er zählt auf, wie Gott vergibt, heilt, rettet und mit Gnade und Barmherzigkeit erfüllt. David wusste, dass es gut für seine Seele war, sich daran zu erinnern, wie treu und gütig Gott ist.

Gott ist ein guter Gott. Er vergisst uns nicht, selbst wenn wir ihn manchmal aus den Augen verlieren. Er handelt in Liebe, auch wenn wir es in schweren Momenten nicht sofort erkennen. In meinem Leben habe ich erlebt, wie er mich durch Täler geführt hat, wie er mir Kraft gegeben hat, als ich schwach war, und wie er Umstände zum Guten gewendet hat – oft anders, als ich es erwartet hätte, aber immer in seiner Weisheit und Liebe.

Ich merke, wie schnell ich vergesse. In schwierigen Zeiten neige ich dazu, mich auf das Problem zu konzentrieren und nicht auf die vielen Wege, wie Gott mich in der Vergangenheit schon getragen hat. Manchmal scheint die Herausforderung so groß, dass ich nicht mehr sehe, was Gott bereits getan hat. Doch dieser Vers erinnert mich daran, bewusst innezuhalten und zu danken.Was kann ich im Alltag tun?

Ich möchte mir Zeit nehmen, um mich an Gottes Treue zu erinnern. Vielleicht, indem ich ein Dankbarkeitstagebuch führe oder bewusst im Gebet ausspreche, was Gott schon alles getan hat. Auch in Gesprächen mit Freunden kann ich von seinen Wundern erzählen – denn Dankbarkeit verändert mein Herz.

Ein Gebet

Herr, danke für all das Gute, das du in meinem Leben getan hast. Hilf mir, nicht zu vergessen, wie oft du mich getragen hast. Auch wenn Sorgen oder Probleme mich herausfordern, möchte ich meinen Blick auf dich richten und dich loben. Amen.

Vielleicht geht es dir ähnlich – dass du manchmal vergisst, wie treu Gott ist. Dann lade ich dich ein, heute bewusst zurückzublicken. Wofür kannst du ihm danken?

Gottes Segen

Ulrike

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