Neues mitten im Winter

„Siehe, ich mache alles neu!“ Offenbarung 21,5

Dieser Vers steht ganz am Ende der Bibel, im Buch der Offenbarung. Johannes bekommt hier einen Blick in Gottes Zukunft: einen neuen Himmel und eine neue Erde. Alles Leid, alle Tränen, aller Schmerz werden ein Ende haben. Gott selbst spricht diese Worte: „Siehe, ich mache alles neu!“ Es ist kein leiser Gedanke, sondern eine klare Zusage. Gott sitzt auf dem Thron – und er hat das letzte Wort über diese Welt und über unser Leben.

Auch wenn dieser Vers auf die große, zukünftige Hoffnung hinweist, spricht er doch mitten in unser Heute hinein. „Siehe“ – das ist eine Einladung, hinzuschauen. Nicht nur auf das, was kaputt, schwer oder unvollendet ist, sondern auf das, was Gott tun kann. Gott macht nicht alles anders, er macht es neu. Und dieses Neumachen beginnt oft schon jetzt – leise, Schritt für Schritt, mitten im Alltag.

Dieser Vers zeigt uns einen Gott, der nicht aufgibt. Einen Gott, der nicht bei dem stehen bleibt, was zerbrochen ist. Er ist der Gott der Hoffnung, der Erneuerung, der Zukunft. Gleichzeitig macht der Vers deutlich, wie sehr wir Menschen diese Zusage brauchen. Wir kennen Neuanfänge, die scheitern, Vorsätze, die wir nicht halten können, und Veränderungen, die uns überfordern. Gott hingegen sagt: Ich mache alles neu – nicht du musst es schaffen.

Ich kenne Zeiten, in denen ich mir Veränderung wünsche – in meinem Inneren, in Beziehungen oder in Lebensumständen. Manchmal erwarte ich dann große Schritte. Doch oft beginnt Gottes Neumachen ganz unscheinbar:
ein neuer Gedanke, der Hoffnung schenkt
ein Gespräch, das heilt
ein stilles Gebet, das mir Frieden gibt

Neuanfang heißt nicht, dass alles sofort anders ist. Aber es heißt, dass Gott da ist – und dass er aus dem Alten etwas Neues wachsen lassen kann. Auch dann, wenn es langsam geht.

Praktische Anwendung im Alltag

Vielleicht gibt es in deinem Leben Bereiche, die sich alt anfühlen: müde Beziehungen, verletzte Herzen, festgefahrene Gedanken oder Ängste vor dem, was kommt. Dieser Vers lädt uns ein, genau das Gott hinzuhalten. Neuanfang heißt nicht immer sofortige Veränderung. Manchmal bedeutet er Hoffnung dort, wo wir sie schon fast verloren haben. Vertrauen, dass Gott auch aus dem Unfertigen etwas Neues wachsen lassen kann. Gott kann dir helfen und dir den Weg weisen in deiner Familie, in deinen Beziehungen, auf deiner Arbeitsstelle, in all deinen Entscheidungen. Beziehe ihn mit ein in allem was du tust, er möchte teilhaben an deinem Leben. Du bist geschaffen für eine persönliche Beziehung mit Gott. Wenn du ihn noch nicht kennst, lade ihn noch heute in dein Herz ein. Das ist die beste und wichtigste Entscheidung, die du in deinem Leben treffen wirst.

Gebet: Herr, du siehst, was in meinem Leben alt, schwer oder zerbrochen ist.
Danke, dass du ein Gott bist, der Neues schafft.
Hilf mir, dir zu vertrauen – auch dann, wenn ich den Neuanfang noch nicht sehe.
Amen.


Vielleicht beginnt dieses Jahr anders, als du es dir gewünscht hast. Vielleicht trägst du Erwartungen, Sorgen oder auch Enttäuschungen mit dir. Dann nimm diesen Vers als Zusage für dich: Gott ist noch nicht fertig. Er macht alles neu – auch dich, auch dein Leben, Schritt für Schritt. 🌱

Gottes Segen,

Ulrike

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Gott ist da – näher als du fühlst

Psalm 145,18 – „Der HERR ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen.“

Psalm 145 ist ein Lobpreispsalm von David – ein Lied über Gottes Größe, Güte und Treue. David beschreibt einen Gott, der nicht fern und unnahbar ist, sondern voller Liebe auf die Menschen schaut. Inmitten dieser Worte steht die Verheißung, dass Gott nahe ist allen, die ihn anrufen. Ein Gott, der hört. Ein Gott, der reagiert. Ein Gott, der sich finden lässt.

Wir leben in einer Zeit, in der sich viele Menschen einsam, überfordert oder innerlich leer fühlen. Beziehungen zerbrechen, Umstände drücken, Sorgen nehmen zu. In all dem verspricht dieser Vers: Du rufst – und Gott ist da.
Nicht irgendwann. Nicht vielleicht. Sondern nah.
Wir müssen uns seine Nähe nicht verdienen und ihn nicht mit den richtigen Worten beeindrucken. Ein ehrliches, vielleicht sogar schwaches Gebet reicht aus – und Gott ist nicht weit weg, sondern kommt uns entgegen.

Der Vers zeigt zwei Dinge:

  • Gott ist ein naher Gott. Er ist nicht weit entfernt, nicht kalt, nicht abwesend. Er sehnt sich danach, in Beziehung mit uns zu leben.
  • Wir dürfen ihn anrufen – mit allem, was wir sind. Gott sucht kein perfektes Gebet, sondern ein echtes Herz. Wenn wir ihn ernstlich suchen, wenn wir uns ihm öffnen, kommt er uns entgegen. Seine Nähe ist kein Gefühl, sondern eine Zusage.

Für mich persönlich ist das ein Vers, der mich immer wieder beruhigt. Es gibt Tage, an denen meine Worte nicht reichen und mein Herz schwer ist. Aber ich weiß: Ich muss nicht stark sein, um Gott nahe zu kommen. Ich darf einfach rufen – und er ist da. Diese Gewissheit trägt mich.

Praktische Anwendung im Alltag

  • Rufe Gott im Alltag an. Im Auto, beim Kochen, im Stress, in der Freude. Ein kurzer Satz reicht: „Herr, ich brauche Dich.“
  • Vertraue darauf, dass Er da ist – auch wenn du es nicht fühlst. Seine Nähe hängt nicht an deiner Stimmung.
  • Mach kleine Gebetsinseln in deinem Tag. Ein paar Minuten morgens, ein kurzes Danke zwischendurch, ein bewusstes Übergaben am Abend.
  • Teile Gott deine echten Gedanken mit. Sag ihm, was dich drückt, was du dir wünschst, was dich verletzt. Gott hält das aus – und er hört.

Gottes Segen, Ulrike

Gebet

Herr, danke, dass Du ein naher Gott bist. Danke, dass ich Dich anrufen darf, jederzeit und mit allem, was mich bewegt. Ziehe mein Herz immer wieder zu Dir. Lass mich Deine Nähe spüren und Dein Wirken erkennen. Schenke mir Vertrauen, auch an den Tagen, an denen ich Dich nicht fühle. Sei mir nahe – heute und jeden Tag. Amen.

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