In der letzten Zeit hat mich ein Vers besonders begleitet:
„Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)
Dieser Satz steht in einem Brief, den der Apostel Petrus an Christen geschrieben hat, die durch schwere Zeiten gingen. Sie erlebten Anfeindungen, Unsicherheit und Angst. Petrus wollte ihnen Mut machen. Er erinnert sie daran: Gott sieht euch. Ihr seid ihm nicht egal. Ihr dürft alles bei ihm abladen, was euch niederdrückt.
Als ich diesen Vers gelesen habe, hat er mein Herz berührt. Wie oft habe ich schon Sorgen getragen, so als müsste ich alles allein schaffen: Gedanken, die kreisen. Ängste, die mir den Schlaf rauben. Fragen, auf die ich keine Antworten finde. Aber dann erinnere ich mich: Ich muss nicht alles allein tragen. Ich habe einen Vater im Himmel, der mich versorgt. Gott ist mein Versorger. Er kennt mein Herz. Er weiß, was ich brauche – noch bevor ich es selbst weiß.
Der Vers sagt etwas ganz Besonderes über Gott:
Er sorgt für mich. Nicht nur irgendwie – er sorgt liebevoll, persönlich und geduldig. Er ist kein ferner Gott, sondern einer, der mitgeht. Einer, der mir Frieden ins Herz schenkt, wenn ich alles bei ihm abgebe.
Und was sagt der Vers über uns Menschen?
Wir machen uns Sorgen. Wir versuchen, Kontrolle zu behalten. Wir tragen Dinge, die uns zu schwer sind. Doch wir sind eingeladen, loszulassen. Alles, was schwer ist, dürfen wir ans Kreuz bringen – dahin, wo Jesus für uns gelitten hat. Dort ist der Platz für unsere Sorgen. Nicht auf unseren Schultern.
Ich versuche, das im Alltag zu leben. Ich spreche meine Sorgen laut aus – im Gebet. Manchmal schreibe ich sie auf einen Zettel und lege sie symbolisch unter ein Kreuz. Es tut gut, diesen Schritt zu gehen: nicht nur im Kopf zu wissen, dass Gott da ist, sondern es bewusst zu tun – loslassen, abgeben, vertrauen. Und dann spüre ich: Da ist Frieden. Ein Friede, den mir kein Mensch geben kann. Ein Friede, der von Gott kommt.
Vielleicht brauchst du heute auch diese Erinnerung: Du musst nicht alles allein schaffen. Deine Sorgen sind bei Gott besser aufgehoben als in deinem Herzen.
Gottes Segen,
Ulrike
Gebet
Herr,
du siehst, was mich bewegt. Du kennst meine Gedanken, meine Ängste, meine Sorgen.
Ich bringe sie zu dir – an dein Kreuz.
Ich will sie nicht länger selbst tragen.
Schenke mir deinen Frieden.
Erinnere mich immer wieder daran, dass du für mich sorgst – jeden Tag, in jedem Moment.
Danke, dass ich dir vertrauen darf.
Amen.

