Jesus im Blick, den Frieden im Herzen

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht. – Psalm 16,8

Manchmal fühle ich mich wie Petrus auf dem See. Ich kenne die Geschichte gut: Er steigt mutig aus dem Boot und geht über das Wasser auf Jesus zu. So lange er auf Jesus schaut, trägt ihn das Wasser. Aber als er den Blick abwendet, als er auf die Wellen schaut und die Angst ihn überkommt – da beginnt er zu sinken.

Genau so geht es mir oft. Wenn ich auf das Chaos in meinem Leben schaue, auf Sorgen, Probleme, unerfüllte Erwartungen, dann spüre ich, wie ich innerlich untergehe. Aber wenn ich bewusst meinen Blick auf Gott richte – dann kommt Frieden. Dann fühle ich mich getragen, auch wenn die Umstände sich nicht sofort ändern.

Psalm 16,8 wurde von David geschrieben. Er war jemand, der viele Stürme erlebt hat: Verfolgung, Bedrohung, Angst. Aber mitten in all dem hat er gelernt, sich an Gott zu halten. Er schreibt: „Ich habe den HERRN allezeit vor Augen.“ Das heißt: Ich entscheide mich, meinen Blick nicht auf das Problem zu richten, sondern auf den, der größer ist als alles, was mir Angst macht. Gott ist bei mir – direkt an meiner Seite. „Er steht mir zur Rechten.“ Und das verändert alles. Mit ihm an meiner Seite wanke ich nicht. Auch wenn es um mich herum tobt – ich darf sicher stehen.

Was sagt dieser Vers über Gott?
Er ist ein Gott, der nicht fern ist. Er steht ganz nah bei uns – zur Rechten. Er lässt uns nicht allein. Er ist treu, gegenwärtig, stark. Und: Er ist nicht nur Zuschauer in unserem Leben, sondern Begleiter. Einer, der mit uns geht – auch durch die dunkelsten Täler.

Und was sagt der Vers über uns Menschen?
Wir sind oft hin- und hergerissen. Schnell lassen wir uns ablenken, verlieren den Blick für das Wesentliche. Aber wir dürfen lernen, uns immer wieder neu auszurichten – auf Gott. Es ist kein Automatismus, kein „Glauben auf Knopfdruck“, sondern eine tägliche Entscheidung: Ich schaue auf den Herrn. Ich halte mich an ihn. Ich vertraue ihm mehr als meinen Gefühlen.

Was heißt das für unseren Alltag?
Für mich heißt das ganz praktisch: Ich beginne meinen Tag mit einem Gebet, richte mich innerlich auf Gott aus. Ich versuche, in schwierigen Momenten innezuhalten und mich zu fragen: Worauf schaue ich gerade? Auf das Problem – oder auf den, der größer ist? Und ich erinnere mich daran, dass ich nicht allein bin. Gott ist bei mir – und das gibt mir Halt.


Vielleicht bist du gerade in einer Zeit, in der die Wellen hochschlagen. Vielleicht fühlst du dich müde, kraftlos oder überfordert. Ich möchte dich ermutigen: Richte deinen Blick auf Gott. Schau auf ihn, nicht auf die Umstände. Er ist da – näher, als du denkst.

Gottes Segen,

Ulrike

Ein kurzes Gebet für dich:
Herr, manchmal verliere ich den Blick für dich. Dann schaue ich auf das, was mich ängstigt oder überfordert. Hilf mir, meinen Blick immer wieder neu auf dich zu richten. Danke, dass du mir zur Seite stehst und ich nicht wanken muss. Du bist mein Halt. Amen.


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