Achte auf dein Herz – es entscheidet alles

Sprüche 4,23 „Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“


In Sprüche 4 gibt ein Vater seinem Sohn lebenswichtige Ratschläge weiter. Er spricht darüber, wie wichtig es ist, auf Gottes Weisheit zu hören und den richtigen Weg zu gehen.
Und dann kommt dieser zentrale Satz:
Achte auf dein Herz. Beschütze es.
Denn alles, was dein Leben prägt, beginnt dort.


Unser Herz ist der Ort, an dem Gedanken wachsen, Gefühle entstehen und Entscheidungen getroffen werden.
Was wir hineinlassen, bleibt nicht ohne Wirkung.

Gerade Sorgen und negative Gedanken haben eine große Kraft.
Wenn sie Raum bekommen, breiten sie sich aus – oft leise, aber tief.
Sie rauben uns Frieden, Hoffnung und manchmal sogar die Freude am Leben.

Dieser Vers ruft uns wach:
Sei achtsam mit deinem Inneren.
Du darfst entscheiden, was bleiben darf – und was nicht.


Gott weiß, wie schnell unser Herz sich mit Sorgen füllen kann.
Er kennt unsere Ängste, unsere kreisenden Gedanken, unsere Unsicherheit.

Aber er möchte nicht, dass Sorgen unser Herz bestimmen.
Er lädt uns ein, ihm das abzugeben, was uns belastet.

Wir Menschen neigen dazu, Gedanken festzuhalten – besonders die negativen.
Wir drehen sie immer wieder im Kreis.
Doch Gott zeigt uns einen anderen Weg: Vertrauen statt Grübeln.
Frieden statt innerer Unruhe.


Ich kenne das selbst nur zu gut:

Manchmal fängt es mit einem kleinen Gedanken an.
Eine Sorge. Ein „Was wäre, wenn…?“
Und plötzlich dreht sich alles darum.

Ich merke dann, wie mein Herz unruhig wird.
Wie sich die Gedanken immer weiter ausbreiten und schwerer werden.
Und irgendwann fühlt sich alles belastend an – obwohl sich äußerlich gar nichts verändert hat.

Wenn ich diese Gedanken einfach laufen lasse und ihnen Raum gebe, füllen sie mein Herz.

Heute versuche ich, früher hinzuschauen:
Ich halte inne und bringe meine Sorgen bewusst zu Gott.
Ich sage ihm ehrlich, was mich beschäftigt.
Und dann entscheide ich mich – manchmal ganz bewusst – diesen Gedanken nicht weiter zu füttern.

Stattdessen erinnere ich mich an Gottes Zusagen.
Daran, dass er für mich sorgt.
Dass ich nicht alles kontrollieren muss.

Und ich merke:
Wenn ich meine Sorgen nicht festhalte, wird mein Herz wieder leichter.
Es kommt Frieden zurück.

👉 Und jetzt du:
Was lässt du gerade in deinem Herzen wachsen?
Sind es Sorgen, die dich runterziehen – oder Gedanken, die dir Hoffnung geben?

Nimm dir heute einen Moment Zeit.
Bring deine Gedanken bewusst zu Gott.
Und entscheide dich, dein Herz mit dem zu füllen, was dir Leben schenkt.

💛 Du musst nicht alles festhalten. Du darfst loslassen.

Gottes Segen,

Ulrike


Gebet

Herr,
du siehst meine Gedanken und meine Sorgen.
Du weißt, wie schnell sie mein Herz füllen.Hilf mir, mein Herz zu bewahren.
Zeig mir, welche Gedanken ich loslassen darf
und schenke mir Vertrauen, dir mehr zu glauben als meinen Sorgen.Fülle mein Herz mit deinem Frieden,
damit ich frei leben kann. Amen.

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Wenn Dankbarkeit den Blick verändert

„Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, wie viel Gutes er mir getan hat.“

Psalm 103,2

Psalm 103 ist ein Lobpsalm Davids. Er spricht hier nicht zu anderen Menschen, sondern zu sich selbst: „Lobe den Herrn, meine Seele.“ David erinnert sich bewusst an Gottes Handeln in seinem Leben. Dieser Psalm ist wie ein Innehalten – ein Zur-Ruhe-Kommen vor Gott. Inmitten von Alltag, Herausforderungen und vielleicht auch Sorgen ruft David sich selbst dazu auf, Gott nicht zu vergessen und sein Herz auf Dankbarkeit auszurichten. Ja er befiehlt seiner Seele Gott zu loben und nicht zu vergessen.

„Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Wie schnell vergessen wir doch das Gute. Sorgen, Probleme und offene Fragen drängen sich oft in den Vordergrund und überdecken das, was Gott längst geschenkt hat. Dieser Vers lädt uns ein, bewusst gegenzusteuern. Nicht zu verdrängen, was schwer ist – aber es nicht alles bestimmen zu lassen. Dankbarkeit verändert unseren Blick. Sie erinnert uns daran, dass Gott treu war, treu ist und treu bleiben wird.

Dieser Vers zeigt uns einen Gott, der handelt. Einen Gott, der Gutes tut – immer wieder. Er vergibt, heilt, trägt, rettet und erneuert. Gleichzeitig zeigt der Vers auch etwas über uns Menschen: Wir neigen dazu zu vergessen. Wir verlieren leicht den Blick für das Gute, wenn das Leben anstrengend wird. Gott weiß das. Deshalb lädt er uns liebevoll ein, uns zu erinnern.

Praktische Anwendung im Alltag

Vielleicht hilft es dir, dir bewusst Zeiten zu nehmen, in denen du zurückschaust:
Wo hat Gott dich getragen?
Wo hat er dir Kraft geschenkt?
Wo bist du bewahrt worden, obwohl du es vielleicht erst im Nachhinein erkennst?

Manchmal schreibe ich mir solche Erinnerungen auf – kleine und große Zeichen von Gottes Güte. In schweren Momenten dürfen sie mich daran erinnern: Gott war da. Und er wird es wieder sein. Dankbarkeit ist keine Gefühlssache – sie ist oft eine Entscheidung. Und sie schenkt Frieden im Herzen. Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke hat Gott mir trotz schwieriger Umstände so viel Gutes getan. Sein Wirken war sichtbar in meiner Familie. MeineTochter, die seit einiger Zeit an Schulängsten leidet, überwindet schritt für Schritt ihre Schwierigkeiten, hat eine Schule gefunden, die ihr gefällt und sie fühlt sich in der Klassengemeinschaft wohl. Sein Wirken war auch sichtbar im Leben meiner Schwiegermutter. Wir haben einen Betreuungsplatz für sie gefunden, wo sie gerne hingeht und sich wohlfühlt, bei einer Familie, die auch im Glauben lebt. Auch in meinem Leben haben sich neue Türen geöffnet. Ich habe eine Arbeitsstelle gefunden, die mir sehr gefällt. Wenn ich darüber nachdenke, könnte ich sicherlich noch viel mehr kleine und große Zeichen von Gott aufzählen. Nicht alles war immer leicht, aber Gott war da in jeder Situation da und hat viele Gebete erhört.

Gebet

Herr, hilf mir, nicht zu vergessen, was du mir Gutes getan hast.
Öffne meine Augen für deine Spuren in meinem Leben.
Schenke mir ein dankbares Herz – auch dann, wenn nicht alles leicht ist.
Amen.



Vielleicht magst du heute einen Moment innehalten und dich erinnern. Was hat Gott dir Gutes getan? Halte es fest – in deinem Herzen oder auf Papier. Es kann zu einer Quelle der Hoffnung werden, besonders dann, wenn der Weg gerade schwer erscheint.

Gottes Segen,

Ulrike

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Gott ist da – näher als du fühlst

Psalm 145,18 – „Der HERR ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen.“

Psalm 145 ist ein Lobpreispsalm von David – ein Lied über Gottes Größe, Güte und Treue. David beschreibt einen Gott, der nicht fern und unnahbar ist, sondern voller Liebe auf die Menschen schaut. Inmitten dieser Worte steht die Verheißung, dass Gott nahe ist allen, die ihn anrufen. Ein Gott, der hört. Ein Gott, der reagiert. Ein Gott, der sich finden lässt.

Wir leben in einer Zeit, in der sich viele Menschen einsam, überfordert oder innerlich leer fühlen. Beziehungen zerbrechen, Umstände drücken, Sorgen nehmen zu. In all dem verspricht dieser Vers: Du rufst – und Gott ist da.
Nicht irgendwann. Nicht vielleicht. Sondern nah.
Wir müssen uns seine Nähe nicht verdienen und ihn nicht mit den richtigen Worten beeindrucken. Ein ehrliches, vielleicht sogar schwaches Gebet reicht aus – und Gott ist nicht weit weg, sondern kommt uns entgegen.

Der Vers zeigt zwei Dinge:

  • Gott ist ein naher Gott. Er ist nicht weit entfernt, nicht kalt, nicht abwesend. Er sehnt sich danach, in Beziehung mit uns zu leben.
  • Wir dürfen ihn anrufen – mit allem, was wir sind. Gott sucht kein perfektes Gebet, sondern ein echtes Herz. Wenn wir ihn ernstlich suchen, wenn wir uns ihm öffnen, kommt er uns entgegen. Seine Nähe ist kein Gefühl, sondern eine Zusage.

Für mich persönlich ist das ein Vers, der mich immer wieder beruhigt. Es gibt Tage, an denen meine Worte nicht reichen und mein Herz schwer ist. Aber ich weiß: Ich muss nicht stark sein, um Gott nahe zu kommen. Ich darf einfach rufen – und er ist da. Diese Gewissheit trägt mich.

Praktische Anwendung im Alltag

  • Rufe Gott im Alltag an. Im Auto, beim Kochen, im Stress, in der Freude. Ein kurzer Satz reicht: „Herr, ich brauche Dich.“
  • Vertraue darauf, dass Er da ist – auch wenn du es nicht fühlst. Seine Nähe hängt nicht an deiner Stimmung.
  • Mach kleine Gebetsinseln in deinem Tag. Ein paar Minuten morgens, ein kurzes Danke zwischendurch, ein bewusstes Übergaben am Abend.
  • Teile Gott deine echten Gedanken mit. Sag ihm, was dich drückt, was du dir wünschst, was dich verletzt. Gott hält das aus – und er hört.

Gottes Segen, Ulrike

Gebet

Herr, danke, dass Du ein naher Gott bist. Danke, dass ich Dich anrufen darf, jederzeit und mit allem, was mich bewegt. Ziehe mein Herz immer wieder zu Dir. Lass mich Deine Nähe spüren und Dein Wirken erkennen. Schenke mir Vertrauen, auch an den Tagen, an denen ich Dich nicht fühle. Sei mir nahe – heute und jeden Tag. Amen.

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Er heilt, was zerbrochen ist

„Der HERR ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet diejenigen, die alle Hoffnung verloren haben.“ Psalm 34,19

Psalm 34 ist ein Lied Davids, das er schrieb, nachdem er in großer Not gerettet wurde. Er preist Gott für seine Treue und lädt andere dazu ein, Gott zu vertrauen. David hatte Angst, war verzweifelt und in Lebensgefahr – doch er erlebte, dass Gott ihn hört und eingreift. Mitten im Leid erkannte er: Gott ist nicht fern, wenn wir zerbrochen sind. Gerade dann ist er uns besonders nahe.

Dieser Vers spricht direkt in unsere zerbrochenen Herzen hinein. Wenn das Leben uns verletzt, wenn Träume zerbrechen oder wenn wir uns kraftlos und leer fühlen – dann verspricht uns Gott seine Nähe. Er sieht unsere Tränen, er versteht unseren Schmerz, und er bleibt bei uns, wenn andere vielleicht gehen. Gott entfernt sich nicht, wenn wir am Boden liegen – er kommt näher.

Gott ist kein ferner Beobachter. Er ist ein mitfühlender Vater, der unsere Wunden sieht und sie heilen möchte. Zerbrochenheit schreckt ihn nicht ab, sie zieht ihn an. Menschen neigen dazu, Schwäche zu vermeiden – Gott aber sucht gerade die Schwachen, um ihnen seine Liebe zu zeigen. Wir müssen uns vor ihm nicht stark geben. Bei ihm dürfen wir ehrlich sein, dürfen weinen, zweifeln, klagen – und erleben, dass er unser Herz wieder aufrichtet.

Doch er sagte zu mir: „Meine Gnade muss dir genügen, denn meine Kraft ist gerade in den Schwachen mächtig.“ 2.Korinther 12,9

Wenn du dich gerade verletzt oder entmutigt fühlst, darfst du wissen: Gott ist dir jetzt besonders nahe. Du musst ihn nicht erst suchen – er ist schon da. Vielleicht spürst du ihn nicht sofort, aber er trägt dich durch. Seine Nähe zeigt sich oft leise – in einem tröstenden Wort, in einem Lied, in einem Menschen, der für dich da ist. Bringe ihm dein gebrochenes Herz. Sage ihm, was dich bedrückt. Und glaube: Er kann selbst aus Bruchstücken Neues schaffen. Bei Gott gibt es immer Hoffnung und seine Gnade währet ewiglich.

Gebet

Herr, danke, dass du mir nahe bist, gerade dann, wenn mein Herz zerbrochen ist. Du siehst, was mich verletzt, und du trägst mich hindurch. Heile, was in mir zerbrochen ist. Schenke mir neuen Mut, neues Vertrauen und Frieden in deinem Licht. Amen.


💬 Persönliche Note:
Ich kenne diese Zeiten, in denen das Herz schwer ist und Tränen einfach fließen.Doch ich habe gespürt, dass Gott da ist, mitten in meinem Schmerz. Nicht laut, nicht spektakulär – aber spürbar in seiner sanften Nähe. Er hat mein Herz nicht sofort geheilt, aber Stück für Stück wieder zusammengesetzt.


💛 An dich, liebe Leserin, lieber Leser:
Wenn dein Herz heute schwer ist, halte dich an diesem Vers fest. Gott sieht dich. Du bist ihm unendlich wertvoll – auch in deiner Zerbrochenheit. Er ist dir jetzt ganz nahe. Lass dich von ihm trösten und halte an seiner Liebe fest – sie trägt dich durch alles hindurch.

Gottes Segen,

Ulrike

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Dranbleiben im Gebet

„Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“ (Matthäus 7,8)

Dieser Vers steht mitten in der Bergpredigt, wo Jesus seine Jünger lehrt, wie sie leben und beten sollen. Er ermutigt sie, mit ihren Anliegen zu Gott zu kommen und nicht aufzuhören zu bitten. Es geht nicht um ein einmaliges Gebet, sondern um ein vertrauensvolles, beharrliches Suchen nach Gottes Nähe und Willen.

In einer Welt, in der vieles unsicher ist und wir oft nach Antworten suchen, erinnert uns dieser Vers daran, dass Gott zugänglich ist. Er ist kein ferner Gott, sondern ein liebender Vater, der hört, wenn wir rufen. Er möchte, dass wir mit allem zu ihm kommen – mit unseren Bitten, Fragen und auch mit unserer Sehnsucht nach Sinn und Richtung.

Gott freut sich, wenn wir ihn suchen. Er verschließt sich nicht, sondern öffnet die Tür denen, die anklopfen. Er ist treu, auch wenn seine Antwort manchmal anders kommt, als wir erwarten. Wir dürfen sicher sein: Keine Bitte, kein Seufzen, kein stilles Gebet bleibt ungehört.
Und wir Menschen sind eingeladen, aktiv zu werden – zu bitten, zu suchen, anzuklopfen. Das zeigt Vertrauen und Glauben.

Manchmal geben wir zu schnell auf, wenn sich nichts verändert. Doch Jesus fordert uns auf, dranzubleiben. Vielleicht öffnet sich nicht sofort die Tür, die wir im Blick haben – aber Gott kennt den richtigen Zeitpunkt.
Wenn du also für etwas betest – bleib dran. Gott hört. Vielleicht verändert er nicht sofort deine Umstände, aber er beginnt in dir zu wirken, schenkt Frieden und neue Hoffnung. Ich habe selbst erlebt, dass Gott Gebete oft auf eine andere, tiefere Weise erhört, als ich es mir vorgestellt habe. Seine Wege sind gut, auch wenn ich sie nicht immer gleich verstehe.


Gebet

Herr, danke, dass du mich hörst, wenn ich bete.
Lehre mich, geduldig zu warten und dir zu vertrauen.
Schenke mir ein suchendes Herz, das nicht aufgibt,
und öffne mir die Tür, die du für mich bereitet hast.
Amen.


Vielleicht stehst du gerade vor einer verschlossenen Tür oder wartest auf eine Antwort, die einfach nicht kommt. Ich möchte dich ermutigen: Hör nicht auf zu bitten, zu suchen und anzuklopfen. Gott sieht dich. Er weiß, was du brauchst – oft noch bevor du es aussprichst.
Vertraue darauf, dass er zur richtigen Zeit öffnen wird – und dass seine Tür immer zur Liebe führt. 💛

Gottes Segen,

Ulrike

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Gott sorgt – eine Einladung zum Vertrauen

Wirf deine Last ab auf den Herrn! Er sorgt für dich. Niemals lässt er den scheitern, der ihm vertraut.“Psalm 55,23

Psalm 55 ist ein Klagepsalm von David. Er befindet sich in großer Not, fühlt sich verraten und zutiefst verletzt – vermutlich von einem engen Freund. Inmitten dieser seelischen Belastung ruft David zu Gott und spricht ihm sein Vertrauen aus. Am Ende des Psalms bringt er seine Sorgen ganz bewusst zu Gott – und ermutigt uns mit diesem starken Aufruf: Wirf deine Last auf den Herrn!

Wie aktuell ist dieser Vers auch heute! Wir tragen oft so viele Lasten mit uns herum: Sorgen um unsere Familie, Ängste um die Zukunft, innere Kämpfe, Schuldgefühle oder Enttäuschungen. Manche dieser Lasten drücken so sehr auf unsere Seele, dass wir kaum noch atmen können. Und doch hören wir hier eine klare Einladung: Du musst das nicht alleine tragen. Du darfst alles, wirklich alles, auf Gott werfen. Er sorgt für dich. Nicht nur ein bisschen. Nicht nur manchmal. Sondern immer. In einer anderen Bibelübersetzung ( HFA ), die mich persönlich sehr anspricht, steht der Vers so:

Überlass alle deine Sorgen dem Herrn! Er wird dich wieder aufrichten, niemals lässt er den scheitern, der treu zu ihm steht. Psalm 55,23

Gott ist ein fürsorglicher Vater. Er ist nicht überfordert mit unseren Lasten. Im Gegenteil – er will sie uns abnehmen. Unser Herz ist ihm nicht gleichgültig. Er sieht, was uns bedrückt, und lädt uns ein, ihm zu vertrauen. Der Mensch, der Gott sein Vertrauen schenkt, wird nicht untergehen. Auch wenn es stürmt, auch wenn die Umstände chaotisch sind: Gott trägt, was wir nicht tragen können. Und er trägt uns.

Was bedrückt dich heute? Vielleicht spürst du gerade den Druck, alles schaffen zu müssen. Vielleicht trägst du ungelöste Konflikte in dir oder kämpfst mit Sorgen, die dich nachts nicht schlafen lassen. Fang an, diese Dinge bewusst im Gebet bei Gott abzugeben. Vielleicht brauchst du dafür konkrete Schritte – schreib deine Sorgen auf, sprich sie laut im Gebet aus, gib sie in seine Hände. Und erinnere dich immer wieder daran: Du bist nicht allein. Gott sorgt für dich. Jeden Tag neu.

Gottes Segen,

Ulrike

Vater im Himmel, du kennst mein Herz. Du siehst, was mich belastet, was mir schwerfällt, was mich lähmt. Danke, dass ich alles bei dir abladen darf – meine Sorgen, meine Ängste, meine Schuld. Hilf mir, dir zu vertrauen und nicht alles selbst tragen zu wollen. Stärke mein Herz und gib mir Frieden. Ich lege meine Last in deine Hände – weil ich weiß, dass du für mich sorgst. Amen.

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Mehr als genug: Gottes Gnade für heute

„Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir.“ – 2. Korinther 12,9

In der letzten Zeit bin ich immer wieder über diesen Vers gestolpert. Es war, als würde Gott mir sagen wollen: „Lies ihn nochmal. Und nochmal. Und nimm ihn wirklich in dein Herz auf.“ Denn oft denke ich, ich müsse stark sein. Ich müsse alles schaffen, den Alltag meistern, fröhlich sein, funktionieren. Und wenn ich es nicht bin, dann fühle ich mich manchmal wie eine Versagerin. Kennst du das?

Paulus, der diesen Satz schreibt, war ein Mann mit unglaublichem Glauben. Er hat Gemeinden gegründet, Jesus verkündet, sogar im Gefängnis an Gott festgehalten. Und trotzdem hatte auch er ein Problem, das ihn nicht losließ. Etwas, das ihn schwächte – körperlich oder seelisch, wir wissen es nicht genau. Er hat gebetet, gefleht, dass Gott es wegnimmt. Doch Gottes Antwort war nicht das erhoffte Wunder, sondern ein leiser, tiefer Trost:
„Meine Gnade genügt dir.“

Diese Worte haben auch mir Trost geschenkt, als meine Kraft am Ende war. Als ich morgens kaum aus dem Bett kam. Als mir das Leben schwer auf der Brust lag. Und als ich dachte, ich sei Gott vielleicht zu wenig.
Aber genau da – mitten in meiner Schwäche – hat Gott mir gezeigt: Ich muss nichts leisten, um geliebt zu sein. Ich muss nicht stark tun, um angenommen zu sein. Ich darf kommen, wie ich bin – gebrochen, müde, ehrlich.

Gott ist kein Gott, der nur mit den Starken unterwegs ist. Er ist ein Gott, der sich gerade den Schwachen zuneigt. Seine Kraft zeigt sich nicht in meinem perfekten Leben, sondern in dem Raum, den ich ihm lasse, wenn ich zugebe, dass ich ihn brauche. Seine Gnade – seine liebevolle Zuwendung – trägt mich durch. Sie ist nicht an Bedingungen geknüpft. Sie ist einfach da.

Wir dürfen aufhören, uns zu verstellen. Wir dürfen unsere Schwächen annehmen, weil sie der Ort sind, an dem Gott wirkt. Es ist okay, Grenzen zu haben. Es ist sogar gut. Denn sie zeigen mir, dass ich Gott brauche – nicht nur in Notzeiten, sondern immer.

Was nehme ich in meinen Alltag mit?

Ich will lernen, gnädiger mit mir selbst zu sein. Nicht so streng, wenn ich wieder nicht alles geschafft habe. Nicht enttäuscht, wenn mir die Kraft fehlt. Sondern ich will mich daran erinnern: Gerade dann wirkt Gottes Kraft. Ich will loslassen und Gott Raum geben, mich zu tragen. Ich will ehrlich beten, statt perfekt zu tun.


Vielleicht brauchst du diese Erinnerung heute auch.
Vielleicht kämpfst du mit deiner Schwäche, mit Erschöpfung, mit Dingen, die du nicht ändern kannst. Dann nimm dir diesen Vers zu Herzen: Du musst nicht alles können. Du musst nicht alles im Griff haben.
Gottes Gnade ist genug. Für heute. Für morgen. Für dich.

Gottes Segen,

Ulrike


Gebet:
Jesus, danke, dass ich nicht stark sein muss, um von dir geliebt zu werden. Danke, dass deine Gnade reicht – auch wenn ich an meine Grenzen stoße. Hilf mir, ehrlich mit mir selbst zu sein. Und lehre mich, deine Kraft in meiner Schwäche zu entdecken. Du bist genug – heute und jeden Tag. Amen.

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